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Musik
27.06.2022

"Die Teufel von Loudun": Auftakt der Opernfestspiele

Der Max-Joseph-Platz vor der Bayerischen Staatsoper.
Foto: Felix Hörhager, dpa/Bildarchiv

Der Auftakt der Münchner Opernfestspiele war hochdramatisch und blutig: Am Montagabend feierte das Musikdrama "Die Teufel von Loudun" Premiere.

Krzysztof Pendereckis (1933-2020) Oper über religiösen Fanatismus und eine Teufelsaustreibung spielt im 17. Jahrhundert und wurde 1969 in Hamburg uraufgeführt. Die Neuinszenierung des Theater- und Filmregisseurs Simon Stone ("Die Ausgrabung") unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski hatte auch aktuelle Bezüge und kritisierte etwa staatliche Willkür oder Doppelmoral kirchlicher Institutionen und Würdenträger.

Die junge Nonne Jeanne (Ausrine Stundyte) ist heimlich verliebt in den Jesuitenpater Grandier und lebt ihre Gefühle und erotischen Wünsche in Visionen und Träumen aus. Die Kirche hält sie für besessen und beginnt eine Teufelsaustreibung.

Allerdings verlief der Abend anders, als geplant. Der Sänger des Grandier, Wolfgang Koch, war krank. Ein Ersatz für die Rolle des Paters, der als Verbündeter des Teufels angeprangert wird, war aber so schnell nicht zu finden. Das Stück werde nur selten aufgeführt, erklärte Opernintendant Serge Dorny. Die Lösung: Robert Dölle vom benachbarten Residenztheater spielte auf der Bühne, Jordan Shanahan steuerte aus dem Orchestergraben den Gesang bei.

Bis zum 31. Juli zeigen die Festspiele in München jede Menge Opern, Ballettaufführungen und Konzerte. Auf dem Programm steht unter anderem eine Neuproduktion von "Capriccio" von Richard Strauss.

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