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Natur
19.01.2022

Der Wolf in Oberbayern darf abgeschossen werden: Es drohen Klagen

Das Thema Wolf führt in Bayern immer wieder zu heftigen Diskussionen. Die einen wollen dem Tier nachstellen und es erlegen, die anderen wollen es schützen. In Oberbayern wurde nun der Abschuss eines Wolfes erlaubt.
Foto: Gabbert, dpa

Plus Der Wolf, der in Oberbayern unterwegs ist, darf erlegt werden. Es wäre die erste offizielle Tötung seit 140 Jahren. Dagegen gibt es Widerstand. Und bald Klagen.

Eigentlich will Martin Wiesend an diesem warmen Tag im Juli 1882 Hirsche jagen. Doch dann hat er plötzlich ein anderes Tier vor der Flinte. Eines, vor dem sich die Menschen fürchten und über das sie sich in stickigen Wirtshausstuben schaurige Geschichten zuraunen. Der Gasthofbesitzer aus dem Fichtelgebirge legt also an und schießt. Er trifft, der Wolf ist tot. Und Wiesend ein Held. Das Fest, das anlässlich des Abschusses gefeiert wird, dauert drei Tage. So erzählt man es sich heute jedenfalls.

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.01.2022

Merkwürdige Argumentation der Wolfgegner. Da wird lamentiert, dass Ziegen und Schafe aus einem ungesicherten Stall vom Wolf geholt wurden- da hat der Bauer selbst Schuld. Oder Hirsche in Gatterhaltung vom Wolf erlegt wurden- Gatterhaltung ist eine unnatürliche Haltungsform für Wildtiere, denen dort jegliche Fluchtmöglichkeit genommen wird. Oder wie abscheulich ein Reh wurde vom Wolf gerissen und nur wenige Überreste blieben beklagen die Jäger. Vom was soll der Wolf oder Luchs sich sonst ernähren- mit Vegetarier wird da nichts- beide sind Raubtiere, die sich aber vom Menschen fernhalten. Aber in unserer dekadenten Gesellschaft gibt es Zeitgenossen die Hunde zu Vegetariern oder Veganern umerziehen wollen.- einfach abartig.

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19.01.2022

Sehen Sie - ich finde unsere Gesellschaft auch dekadent. So dekadent, dass sie einem Raubtier, das in gewissen Bereichen nun mal nichts verloren hat, huldigt und hinzunehmen bereit ist, dass es uns anvertraute Tiere grauenvoll tötet.

Von was sich der Wolf und der Luchs ernähren sollen? Doch wohl am Besten von wild lebenden Beutetieren. Wenn er sich's zu bequem macht, wird er halt abgeschossen. Shit happens.

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19.01.2022

Antwort an Maja S.: Darf auf den Kommentar von Maria G verweisen. Ich bin kein hipper Verfechter der Wiederkehr des Wolfs und betrachte das Ganze aus sicherer Entfernung. Nur die Bauern und Jäger wollen von ihren eingefahrenen Gepflogenheiten nicht abkehre; so wars sei einem Jahrhundert und so solls bleiben. In Norddeut. - Lüneburger Heide oder in der Lausitz hat das Problem auch in der Griff bekommen. Nur im Notfall wird ein Wolf entnommen. Vorteile des Räubers sind eine ausgeglichene Fauna und Tierwelt- die Pflanzenfresser nehmen nicht überhand und Jungwälder müssen nicht vor Wildverbiss geschützt werden. Und für den Menschen stellt er keine Gefahr dar; mir ist selbst bei mehreren Gelegenheiten in der Lüneburger ein Wolf über den Weg gelaufen- er hat geschaut und ist dann seines Weges gegangen. Kritisch wirds nur , wenn man ein kleinen Kläffer
mit sich führt.

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19.01.2022

Es gibt genügend Möglichkeiten der Bauern, Schäfer usw. um ihre Tiere vor dem Wolf zu schützen. Dass der Wolf lieber ein Schaf in einem Pferch reißt, als ein Reh oder anderes Wild zu jagen ist verständlich. Also muss man es ihm halt so schwer wie möglich machen und er wird anderweitig jagen. Aber das erfordert natürlich sich erst einmal über die Möglichkeiten schlau zu machen und diese dann umzusetzen. Dabei wird ein gerissenes Tier vom Staat ersetzt und auch Vorsorgemaßnahmen werden finanziell unterstützt. Und es findet sich auch leicht ein schießwürdiger Jäger, der den Wolf jagd. Mein Mitleid mit den geschädigten Tierbesitzern hält sich sehr in Grenzen. Denn diese Tiere sind eh als Schlachtvieh irgendwann dran. Zuerst ständig Nachwuchs produzieren und dann landet es auch im Kochtopf.

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19.01.2022

Wie recht Sie haben in Ihrem Kommentar. Das ein Tier immer gleich zum Abschuss frei geben wird, verstehe ich ab so lud nicht. Schon damals bei dem Bär Bruno war ich echt enttäuscht. Ich glaube Tiere haben auch ein recht auf diesen Planet zu leben und ist völlig normal, dass es mal der Wolf oder ein Bär ist egal für welche Tiere überhaupt. Der eiserne Vorhang hat viel verhindert. Es gibt auch jetzt den Tieren die Möglichkeit zu wandern und das ist doch in Ordnung. Es gibt viele Möglichkeiten seine Haustiere zu schützen!!! Ich glaube Menschen müssen echt einiges lernen, dass wir nicht alleine den Anspruch haben auf der Erde zu leben, die wir nicht gerade gut behandeln, viele Lebewesen und auch Menschen in armen Ländern viel Leid zu gefügt wird.

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20.01.2022

Ich kann diese Argumentationslinie nicht nachvollziehen. Der arme Wolf. Was ist mit dem armen Tieren, die er in wahrem Blutrausch in den Gattern niedermetzelt? Da muss man schon eine sehr selektive Wahrnehmung haben, um darüber hinwegzusehen, dass er keineswegs nur eines der Tiere erlegt, um seinen schlimmen Hunger zu stillen, sondern gleich auch allen anderen die Bäuche aufreißt, dass ihnen die Gedärme raushängen und sie elendiglich krepieren.
Keineswegs handelt es sich immer um Schlachtvieh (wie abschätzig Sie von diesem reden, als habe es kein Recht darauf, einen weniger qualvollen Tod zu erleiden - im Tierschutzgesetz steht allerdings anderes) sondern auch um Tiere die einfach so gehalten werden oder im Rahmen von Urlaub auf dem Bauernhof. Da kommt es besonders gut, wenn morgens das Gehege unter Blut steht. Und nein, der Pensionswirt muss nicht immense Kosten aufwenden, um das Gehege wolfssicher zu machen. Der Wolf gehört DORT einfach nicht hin.

Er hat dort seine Berechtigung, wo er in unbewohnten Naturschutzgebieten seine Bahnen zieht. Dort kann er dann auch als Regulator in der Natur wirken - das tut er doch nicht, wenn er sich seine Beute aus Gehegen holt, Herr H. In besiedeltem Gebiet hat er nichts verloren. Und so wie auch ein Hund geschossen wird, der wildert, wird eben ein Wolf geschossen, der sich zu nah an Gehöfte wagt und es sich einfach machen will. Wenn es für ihn in der Gegend keine natürliche Nahrung gibt, muss er weiterziehen, dorthin, wo er einen Lebensraum hat. Das ist doch eigentlich ganz logisch, wenn man gewillt ist, logisch zu denken und nicht ein Tier verklärt, während einem andere offenbar nichts wert sind. Ist ja nur ein Schaf oder eine Ziege.

Und nein Frau G. man kann nicht alles wolfssicher machen, schon gar nicht an Almhängen. Denn dann rechnet sich die Sache nicht mehr, beziehungsweise wird es landschaftsunverträglich.

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20.01.2022

Ergänzung:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayreuth-wolf-18-tiere-1.5223477


https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/woelfe-reissen-14-stueck-damwild-in-gehege-9843014.html

https://www.saechsische.de/wolf-reisst-fuenf-rehe-im-wildgehege-3920899.html


und so weiter und so fort...

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19.01.2022

Wer den Wolf abschiesst und abschiessen lässt, ist ein Mörder, denn dies ist Vorsatz. Ein Tier tötet nur, um zu Überleben. Die Profitgier vor allem bei den Konservativen ist nicht mehr zeitgemäß. Die Natur schlägt schon zurûck.

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19.01.2022

Das stimmt definitiv nicht. https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/wolf-toetet-25-schafe-trotz-zaun-wolfsberater-schmeisst-aus-frust-hin-91162046.html

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19.01.2022

Kann man nicht zuvor doch noch versuchen, das Tier in einen Wildpark zu geben? Da wäre er zwar hinter Gittern aber hätte entsprechend Freilauf.

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