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Nawi – Dear Future Me: Zum Kinostart von "Nawi": Hier wurde der berührende Film über Kinder-Ehen gedreht

Nawi – Dear Future Me

Zum Kinostart von "Nawi": Hier wurde der berührende Film über Kinder-Ehen gedreht

Gedreht wurde "Nawi – Dear Future Me" in der Turkana. Die Region in Kenia, ungefähr so groß wie der Freistaat Bayern, ist eine der heißesten der Erde. Kinostart in Deutschland ist der 5.3.2026.
1/25Gedreht wurde "Nawi – Dear Future Me" in der Turkana. Die Region in Kenia, ungefähr so groß wie der Freistaat Bayern, ist eine der heißesten der Erde. Kinostart in Deutschland ist der 5.3.2026. Foto: FilmCrew Media GmbH
Michelle Lemuya Ikeny ist im Film Nawi – eine 13-jährige hochintelligente Schülerin, die für 60 Schafe, acht Kamele und 100 Ziegen an einen ihr fremden Mann verkauft werden soll. Und die vor der Hochzeit flieht.
2/25Michelle Lemuya Ikeny ist im Film Nawi – eine 13-jährige hochintelligente Schülerin, die für 60 Schafe, acht Kamele und 100 Ziegen an einen ihr fremden Mann verkauft werden soll. Und die vor der Hochzeit flieht. Foto: FilmCrew Media GmbH
Michelle Lemuya Ikeny, die die Hauptrolle in der kenianisch-deutschen Koproduktion "Nawi – Dear Future Me" spielt, fiel Regisseur Toby Schmutzler beim Casting in ihrer früheren katholischen Schule in Lodwar sofort auf. „Wegen ihrer Präsenz“, sagt er.
3/25Michelle Lemuya Ikeny, die die Hauptrolle in der kenianisch-deutschen Koproduktion "Nawi – Dear Future Me" spielt, fiel Regisseur Toby Schmutzler beim Casting in ihrer früheren katholischen Schule in Lodwar sofort auf. „Wegen ihrer Präsenz“, sagt er. Foto: FilmCrew Media GmbH
Michelle war elf, als sie, unter Hunderten anderen Kindern, für die Rolle der Nawi entdeckt wurde. Sie war zwölf, als die Dreharbeiten in ihrer Heimat begannen.
4/25Michelle war elf, als sie, unter Hunderten anderen Kindern, für die Rolle der Nawi entdeckt wurde. Sie war zwölf, als die Dreharbeiten in ihrer Heimat begannen. Foto: FilmCrew Media GmbH
"Nawi"-Hauptdarstellerin Michelle heute: Kürzlich besuchte die inzwischen 16-Jährige die Drehorte in der Turkana-Region. Der Film hat ihr Leben verändert und prägt es weiterhin.
5/25"Nawi"-Hauptdarstellerin Michelle heute: Kürzlich besuchte die inzwischen 16-Jährige die Drehorte in der Turkana-Region. Der Film hat ihr Leben verändert und prägt es weiterhin. Foto: Daniel Wirsching
In dieser Siedlung, die in "Nawi – Dear Future Me" Nawis Dorf ist, endet die Kindheit der Filmfigur jäh, alle Träume ersterben. In Kenia ist das Problem der Zwangsheiraten unverändert groß.
6/25In dieser Siedlung, die in "Nawi – Dear Future Me" Nawis Dorf ist, endet die Kindheit der Filmfigur jäh, alle Träume ersterben. In Kenia ist das Problem der Zwangsheiraten unverändert groß. Foto: Daniel Wirsching
Kinderehen sind vor allem in der Turkana noch immer üblich, obwohl sie verboten sind. Michelle Lemuya Ikeny erzählt: „Enge Freundinnen von mir wurden verheiratet.“ Und auch eine ihrer Cousinen. Diese sei 13 gewesen, als sie heiraten musste.
7/25Kinderehen sind vor allem in der Turkana noch immer üblich, obwohl sie verboten sind. Michelle Lemuya Ikeny erzählt: „Enge Freundinnen von mir wurden verheiratet.“ Und auch eine ihrer Cousinen. Diese sei 13 gewesen, als sie heiraten musste. Foto: FilmCrew Media GmbH
Alltag in der Turkana: Aufgabe vor allem der jungen Kinder ist es, Wasser zu holen – in gelben Fässern, die sie oft kilometerweit hinter sich herziehen müssen. Es herrscht eine traditionelle Rollenverteilung: Aus Mädchen werden Ehefrauen und Mütter, aus Jungen Hirten.
8/25Alltag in der Turkana: Aufgabe vor allem der jungen Kinder ist es, Wasser zu holen – in gelben Fässern, die sie oft kilometerweit hinter sich herziehen müssen. Es herrscht eine traditionelle Rollenverteilung: Aus Mädchen werden Ehefrauen und Mütter, aus Jungen Hirten. Foto: Daniel Wirsching
Monsignore Wolfgang Huber, Präsident des internationalen katholischen Hilfswerks „missio München“, lässt sich von den Hauptdarstellern des Films "Nawi – Dear Future Me" einen der Drehorte, ein Hüttendorf, zeigen. Von links: Michelle Lemuya Ikeny, Joel Liwan Dimoit und Benson Ekare Ewesit. Huber sagt: „Wenn man in solche Dörfer kommt, merkt man häufig, dass etwas totgeschwiegen wird.“ Hier sei es anders.
9/25Monsignore Wolfgang Huber, Präsident des internationalen katholischen Hilfswerks „missio München“, lässt sich von den Hauptdarstellern des Films "Nawi – Dear Future Me" einen der Drehorte, ein Hüttendorf, zeigen. Von links: Michelle Lemuya Ikeny, Joel Liwan Dimoit und Benson Ekare Ewesit. Huber sagt: „Wenn man in solche Dörfer kommt, merkt man häufig, dass etwas totgeschwiegen wird.“ Hier sei es anders. Foto: Daniel Wirsching
Toby und Kevin Schmutzler (rechts) von der Münchner Filmproduktionsgesellschaft FilmCrew Media GmbH haben gemeinsam mit den Kenianerinnen Vallentine Chelluget und Mourine Apuu beim Film "Nawi – Dear Future Me" Regie geführt. "Der Film hat schon dann etwas erreicht, wenn ein einziges Mädchen vor einer Zwangsheirat bewahrt wird", sagt Toby Schmutzler.
10/25Toby und Kevin Schmutzler (rechts) von der Münchner Filmproduktionsgesellschaft FilmCrew Media GmbH haben gemeinsam mit den Kenianerinnen Vallentine Chelluget und Mourine Apuu beim Film "Nawi – Dear Future Me" Regie geführt. "Der Film hat schon dann etwas erreicht, wenn ein einziges Mädchen vor einer Zwangsheirat bewahrt wird", sagt Toby Schmutzler. Foto: FilmCrew Media GmbH
In solchen Manyattas, runden Hütten aus Ästen und Zweigen, leben viele Menschen in den ländlichen Gebieten der Turkana. Sie sind Hirten und Viehzüchter.
11/25In solchen Manyattas, runden Hütten aus Ästen und Zweigen, leben viele Menschen in den ländlichen Gebieten der Turkana. Sie sind Hirten und Viehzüchter. Foto: Daniel Wirsching
Die Siedlung, in der der Film "Nawi – Dear Future Me" gedreht wurde, liegt am Fuße des Campus der „Learning Lions“, der „lernenden Löwen“, in Loropio am Turkana-See, mitten in der Halbwüste.
12/25Die Siedlung, in der der Film "Nawi – Dear Future Me" gedreht wurde, liegt am Fuße des Campus der „Learning Lions“, der „lernenden Löwen“, in Loropio am Turkana-See, mitten in der Halbwüste. Foto: Daniel Wirsching
Wie ein riesiger Termitenhügel ragt der IT-Campus der gemeinnützigen Organisation, die Prinz Ludwig von Bayern mitgegründet hat, in den Himmel. Für viele ist der Bau ein Ort der Hoffnung auf ein besseres Leben.
13/25Wie ein riesiger Termitenhügel ragt der IT-Campus der gemeinnützigen Organisation, die Prinz Ludwig von Bayern mitgegründet hat, in den Himmel. Für viele ist der Bau ein Ort der Hoffnung auf ein besseres Leben. Foto: Daniel Wirsching
Als Michelle mit Ludwig den Kurs in „Business Development“ auf dem Campus besucht, strahlt Jubal sie an. Der Flüchtling aus dem Sudan trägt ein Chelsea-Trikot mit seinem Namen auf dem Rücken, es ist sein Lieblingsshirt.
14/25Als Michelle mit Ludwig den Kurs in „Business Development“ auf dem Campus besucht, strahlt Jubal sie an. Der Flüchtling aus dem Sudan trägt ein Chelsea-Trikot mit seinem Namen auf dem Rücken, es ist sein Lieblingsshirt. Foto: Daniel Wirsching
Der 29-Jährige erzählt, dass er voller Hoffnung sei und von morgens bis nachts lerne. Produktentwicklung und Programmieren, Maschinenschreiben und Marketing. Jubal weiß: Dieser Kurs ist seine vielleicht letzte Chance. Mit seinen neuen digitalen Kenntnissen will er künftig etwas Geld verdienen. Das ist auch die Idee des Hilfsprojekts: Armut bekämpfen durch digitale Jobs, die selbst von der Turkana aus weltweit erledigt werden können.
15/25Der 29-Jährige erzählt, dass er voller Hoffnung sei und von morgens bis nachts lerne. Produktentwicklung und Programmieren, Maschinenschreiben und Marketing. Jubal weiß: Dieser Kurs ist seine vielleicht letzte Chance. Mit seinen neuen digitalen Kenntnissen will er künftig etwas Geld verdienen. Das ist auch die Idee des Hilfsprojekts: Armut bekämpfen durch digitale Jobs, die selbst von der Turkana aus weltweit erledigt werden können. Foto: Daniel Wirsching
Später, auf den Treppen des Campus, holen Jubal die Erinnerungen an seine Vergangenheit ein. 2008 floh er zu Fuß mit einem jüngeren Bruder aus dem Bürgerkriegsland Sudan über die damals autonome Region Südsudan nach Kenia. Seit 17 Jahren habe er seine Eltern nicht mehr gesehen, erzählt er unter Tränen.
16/25Später, auf den Treppen des Campus, holen Jubal die Erinnerungen an seine Vergangenheit ein. 2008 floh er zu Fuß mit einem jüngeren Bruder aus dem Bürgerkriegsland Sudan über die damals autonome Region Südsudan nach Kenia. Seit 17 Jahren habe er seine Eltern nicht mehr gesehen, erzählt er unter Tränen. Foto: Daniel Wirsching
Im Gespräch mit Prinz Ludwig (von links): Benson Ekare Ewesit, Michelle Lemuya Ikeny und Joel Liwan Dimoit. Bildung ist der Schlüssel für Veränderungen – sei es bei der Bekämpfung von Armut, sei es beim Kampf gegen Zwangsheiraten.
17/25Im Gespräch mit Prinz Ludwig (von links): Benson Ekare Ewesit, Michelle Lemuya Ikeny und Joel Liwan Dimoit. Bildung ist der Schlüssel für Veränderungen – sei es bei der Bekämpfung von Armut, sei es beim Kampf gegen Zwangsheiraten. Foto: Daniel Wirsching
Missio-Präsident Wolfgang Huber und Prinz Ludwig von Bayern unterwegs zu einem gemeinsamen Projekt: In der Nähe des Campus-Gebäudes wird gerade eine Kirche errichtet.
18/25Missio-Präsident Wolfgang Huber und Prinz Ludwig von Bayern unterwegs zu einem gemeinsamen Projekt: In der Nähe des Campus-Gebäudes wird gerade eine Kirche errichtet. Foto: Daniel Wirsching
Ludwig Bayern brachte den Film "Nawi – Dear Future Me" auf den Weg und ist einer seiner Produzenten. Vor über einem Jahrzehnt kam er als Entwicklungshelfer in die Turkana. „Wir müssen eine Welt schaffen, in der es gar nicht mehr zu Kinderehen kommt“, sagt er.
19/25Ludwig Bayern brachte den Film "Nawi – Dear Future Me" auf den Weg und ist einer seiner Produzenten. Vor über einem Jahrzehnt kam er als Entwicklungshelfer in die Turkana. „Wir müssen eine Welt schaffen, in der es gar nicht mehr zu Kinderehen kommt“, sagt er. Foto: Daniel Wirsching
In der Nähe des Termitenhügel-Baus haben Arbeiter Fundamente und tragende Säulen einer Kirche in den ausgetrockneten Boden gepflanzt. Sie wächst seit dem Sommer, langsam, stetig.
20/25In der Nähe des Termitenhügel-Baus haben Arbeiter Fundamente und tragende Säulen einer Kirche in den ausgetrockneten Boden gepflanzt. Sie wächst seit dem Sommer, langsam, stetig. Foto: Daniel Wirsching
Die Kirche ist ebenso ein gemeinsames Vorhaben von "missio München" und Prinz Ludwig wie die Unterstützung des Films "Nawi – Dear Future Me".
21/25Die Kirche ist ebenso ein gemeinsames Vorhaben von "missio München" und Prinz Ludwig wie die Unterstützung des Films "Nawi – Dear Future Me". Foto: Daniel Wirsching
Jubal Nabil Kodi lebt im Flüchtlingslager „Kakuma“ weiter nordwestlich vom Termitenhügel-Campus.
22/25Jubal Nabil Kodi lebt im Flüchtlingslager „Kakuma“ weiter nordwestlich vom Termitenhügel-Campus. Foto: Daniel Wirsching
„Kakuma“ bedeutet „Nirgendwo“. Das 1992 errichtete Flüchtlingslager hat die Ausmaße einer Großstadt angenommen, eines Slums mit vermutlich 325.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Zuletzt kamen viele Menschen aus den Bürgerkriegsländern Sudan und Südsudan dort an. In Kakuma finden sie Zuflucht, doch es gibt kaum mehr ein Zurück, kaum noch eine Zukunft für sie. Es ist ein Ort der Hoffnungslosigkeit.
23/25„Kakuma“ bedeutet „Nirgendwo“. Das 1992 errichtete Flüchtlingslager hat die Ausmaße einer Großstadt angenommen, eines Slums mit vermutlich 325.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Zuletzt kamen viele Menschen aus den Bürgerkriegsländern Sudan und Südsudan dort an. In Kakuma finden sie Zuflucht, doch es gibt kaum mehr ein Zurück, kaum noch eine Zukunft für sie. Es ist ein Ort der Hoffnungslosigkeit. Foto: Daniel Wirsching
In dem Flüchtlingslager mit seinen Wellblechhütten sind die Lebensumstände äußerst prekär. Eine Kanalisation gibt es in Kakuma nicht, Klos sind Löcher, die metertief in die Erde gegraben wurden.
24/25In dem Flüchtlingslager mit seinen Wellblechhütten sind die Lebensumstände äußerst prekär. Eine Kanalisation gibt es in Kakuma nicht, Klos sind Löcher, die metertief in die Erde gegraben wurden. Foto: Daniel Wirsching
In der Turkana in Kenia konzentrieren sich die Probleme Afrikas, in ihr zeichnen sich die Krisen und Kriege der Welt ein. Für die Menschen sind sie spürbar wie die Dürre, der Wassermangel, die Armut, die Arbeitslosigkeit, die Gewalt, die durch Streitigkeiten um Land und Ressourcen angeheizt wird.
25/25In der Turkana in Kenia konzentrieren sich die Probleme Afrikas, in ihr zeichnen sich die Krisen und Kriege der Welt ein. Für die Menschen sind sie spürbar wie die Dürre, der Wassermangel, die Armut, die Arbeitslosigkeit, die Gewalt, die durch Streitigkeiten um Land und Ressourcen angeheizt wird. Foto: Daniel Wirsching
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