Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Pflegekosten: CSU-Frau will Privatversicherte in Pflegereform einbeziehen

Pflegekosten

CSU-Frau will Privatversicherte in Pflegereform einbeziehen

  • |
  • |
  • |
  • |
    CSU-Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner will Privatversicherte bei der Gesundheitsreform stärker in die Pflicht nehmen (Archivbild).
    CSU-Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner will Privatversicherte bei der Gesundheitsreform stärker in die Pflicht nehmen (Archivbild). Foto: Nicolas Armer/dpa

    Beamte und Selbstständige sollten nach Aussage der CSU-Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner künftig die gesetzliche Pflegeversicherung mitfinanzieren. „Um die Einnahmenseite der Pflegeversicherung zu stärken, gilt es die Verantwortungsgemeinschaft um die Privatversicherten und Beamten zu erweitern“, sagte Zeulner der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). Es brauche eine breitere Beitragszahlerbasis statt immer höherer Belastungen.

    Zeulners Vorschlag geht damit in die Richtung einer Bürgerversicherung für alle Menschen, die die SPD seit langem fordert, bisher aber von der Union abgelehnt wird, berichtete die Zeitung. Beamte, Selbstständige und freiwillig Privatversicherte zahlen in der Regel in private Pflegekassen ein.

    Paradigmenwechsel bei Kostenabrechnung

    Zeulner schlug außerdem einen Paradigmenwechsel bei der Kostenabrechnung in den Heimen vor. Wenn dort beispielsweise eine Schwester eine Spritze setze, trage das bislang die Pflegekasse. Sie will diese Kosten für medizinische Behandlungen auf die Krankenkassen überwälzen, um die Pflegeversicherung zu entlasten, sagte die Unionsobfrau des Bundestagsausschusses für Gesundheit.

    Zeulner kündigte zugleich Widerstand gegen Überlegungen von CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken an, bei pflegenden Angehörigen Rentenpunkte zu kürzen, die bislang die Pflegekasse trägt. „Die Rentenbeiträge müssen weiterhin vollständig entrichtet werden“, betonte Zeulner.

    Unterstützung bekam sie dafür vom Sozialverband Deutschland: „Statt eines Spargesetzes braucht es jetzt echte Strukturreformen mit einer solidarischen Finanzierung der Pflege“, sagte Verbandspräsidentin Michaela Engelmeier der „Augsburger Allgemeinen“.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren