In Kempten ist es am späten Samstagabend und heute in der Nacht zum Sonntag (7.6.2026) zu einem großen Polizeieinsatz gekommen. Gegen 23.30 Uhr war im Bereich des McDonalds-Schnellrestaurants in der Bleicherstraße viel Blaulicht zu sehen.
Auf Nachfrage von allgaeuer-zeitung.de teilte ein Polizeisprecher mit, eine Frau habe auf dem Parkplatz der Fast-Food-Kette mehrere Fahrzeuge beschädigt. Als Zeugen sie darauf ansprachen, soll die Frau eine Waffe oder einen „waffenähnlichen Gegenstand“ vorgezeigt haben. Anschließend soll sie in ein Wohnhaus in der Nähe gegangen sein.
SEK-Einsatz der Polizei heute Nacht in Kempten – das ist passiert
Die Polizei rückte mit Spezialkräften an, die rund um Mitternacht mit einem großen Aufgebot vor Ort waren. Die Zufahrt zum Schnellrestaurant wurde gesperrt.
Schließlich trafen die Einsatzkräfte in der Wohnung eine 55-jährige Frau an. Sie ließ sich „widerstandslos“ in Gewahrsam nehmen und habe sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden, so die Polizei auf Nachfrage.
Bei dem Gegenstand habe es sich um eine Schreckschusswaffe gehandelt. Im Laufe der Nacht konnte die Polizei den Großeinsatz beenden.
Immer wieder Großeinsätze in Kempten
In Kempten hatten in den vergangenen Wochen und Monaten eine ganze Reihe von SEK-Einsätzen für Schlagzeilen gesorgt. Erst Ende Mai war es in einer Notunterkunft im Stadtteil Bühl zu einem Einsatz gekommen. Hintergrund war eine Streitigkeit zwischen mehreren Bewohnern, bei der auch ein Messer und Werkzeuge zum Einsatz kamen. Ein Mensch wurde dabei leicht verletzt.
Im März hatte im selben Stadtteil ein 63 Jahre alter Bewohner einer Notunterkunft die Waffe gegen sich gerichtet und war später seinen Verletzungen erlegen. Auch damals rückte ein Großaufgebot an Polizei und Spezialeinsatzkommando an.
Während der Allgäuer Festwoche 2024 hatte ein Bewohner in der Kemptener Innenstadt einen Nachbarn mit einem Dolch bedroht. Auch damals rückten Kräfte des Spezialeinsatzkommandos an. Als sich der Mann mit einer Schusswaffe am Fenster seiner Wohnung zeigte, gab einer der Beamten einen Warnschuss ab. Verletzt wurde niemand, die Einsatzkräfte konnten den Mann anschließend widerstandslos sichern.
Hinweis: Wenn Sie sich selbst in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder Suizidgedanken haben, finden Sie bei der Telefonseelsorge Hilfe. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Sie erreichen die Telefonseelsorge entweder unter 0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222. Alternativ finden Sie hier Seelsorge im Chat: https://online.telefonseelsorge.de/content/chatseelsorge
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