Nur ein Feuerlöscher im Hintergrund konterkariert die Inszenierung, die eigentlich doch so martialisch daherkommen soll. Hauptprotagonist ist ein vermummter Glatzkopf mit Springerstiefeln, Tarnhose und Bomberjacke. Er zündet eine Pyrofackel an und hält sie kurz in die Kamera, dann schreitet er zur Tat: Mit der funkensprühenden Stange in der Hand „zersägt“ er eine Regenbogenflagge, die zwei Mitstreiter halten. Hass auf Vielfalt – die Botschaft von „Jung und Stark“ ist klar. Die Nachwuchs-Nazis beschränken sich aber nicht auf Videos wie diese, sie suchen auch die Konfrontation auf offener Straße. Jetzt hat der Generalbundesanwalt, Deutschlands oberster Strafverfolger, zum Schlag ausgeholt: mit einer bundesweiten Großrazzia, die sich nicht nur gegen „Jung und Stark“ richtete – und auch im Raum Eichstätt Aufsehen erregte.
Augsburg
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