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Zehntausende Russen sind nach Teilmobilmachung bereits aus dem Land geflohen
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Schulen
16.09.2022

Grüne fordern zwei Pädagogen für alle Schulklassen in Bayern

Eine Schülerin meldet sich im Unterricht.
Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

Pünktlich zum neuen Schuljahr wird auch im Freistaat mal wieder über mangelnde Lehrer diskutiert. Ein Dauerproblem. Die Grünen im Landtag wollen dennoch in Zukunft für alle Klassen eine Doppelspitze.

In allen bayerischen Schulklassen sollte nach dem Willen der Landtagsgrünen künftig immer eine zweite pädagogische Fachkraft mitarbeiten. "Teamteaching soll in bayerischen Schulen zum Standard werden", heißt es in einem elfseitigen Konzeptpapier, das die Fraktion bei einer Klausurtagung in Weiden in der Oberpfalz beschloss.

Eine zweite Kraft könne, aber müsse nicht unbedingt ein Lehrer oder eine Lehrerin sein. Bei Bedarf könnten auch Heil- oder Sozialpädagogen, Psychologen oder auch Erzieher eingesetzt werden, hieß es am Freitag. "Beginnen wollen wir dabei in den Grund- und Mittelschulen. So können Wissen und Kompetenzen besser und individueller vermittelt werden." Durch Inklusion, Integration, unterschiedliche Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler, vielfältige Unterrichtsformen und den Wunsch nach individueller Förderung seien die Anforderungen an die Lehrkräfte gestiegen.

Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann erläuterte auf Nachfrage, es sei klar, dass die Umsetzung dieser Forderung aufgrund des ohnehin vorhandenen Mangels an Lehrern "nicht von heute auf morgen gehen" werde. Es sei vielmehr ein "mittelfristiges Ziel".

Co-Fraktionschefin Katharina Schulze betonte, es müssten auch nicht immer ausgebildete Lehrer sein, die als zweite Kraft eingesetzt werden sollten. Es könnten auch Schulpsychologen oder andere Kräfte in "multiprofessionellen Teams" eingesetzt werden - "das, was die Klasse braucht". Nun müsse die Politik die Rahmenbedingungen dafür setzen.

Darüber hinaus sprachen sich die Grünen dafür aus, dass Kindern mehr Teilhabe ermöglicht werden sollte. Dazu gehöre neben einer Senkung des Wahlalters auch bei der Landtagswahl, unter anderem die Einführung eines Kinderchecks für alle Gesetzesvorhaben. Damit könne systematisch geprüft werden, wie sich geplante Gesetze auf junge Menschen auswirken würden. "Wir müssen Jugendliche stärker in die politischen Entscheidungsprozesse einbeziehen", sagte Schulze.

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