Schon wieder Stau: Das dürfte ein häufiger Gedanke bei allen Autofahrerinnen und Autofahrern sein, die regelmäßig auf den Straßen in Bayern und Deutschland unterwegs sind. Auch jetzt bestätigt der ADAC in seiner Staubilanz für das Jahr 2025 wieder: Es kam zu sehr viel Stau im vergangenen Jahr – auf rund 496.000 Staus und insgesamt 478.000 Staustunden summierte sich der stillstehende Verkehr dabei. Die beiden längsten gemessenen Staus lagen dabei zu großen Teilen in Bayern.
Es sei insgesamt zu weniger Staus als im Vorjahr gekommen, dafür seien sie aber länger gewesen, bilanziert der ADAC. 2024 hatte es zwar mehr Staus gegeben (rund 516.000), doch die registrierten Staustunden haben sich um etwa sieben Prozent erhöht. Als besonders staureich hätten sich dabei die Monate Juli und Oktober gezeigt, bei den Wochentagen seien Mittwoch und Donnerstag anfällig gewesen.
Längster Stau 2025: 55 Kilometer auf der A7, teils in Schwaben
Deutschland kommt im vergangenen Jahr auf eine Gesamt-Staulänge von etwa 866.000 Kilometern – eine Strecke, die länger ist als der Weg von der Erde zum Mond und wieder zurück. Insgesamt 610 Staus wurden dabei registriert, die länger als 20 Kilometer waren.
Der mit Abstand längste Stau wurde in Bayern und Baden-Württemberg gemessen und führte durch Schwaben: Er bildete sich am 27. Dezember 2025 auf der A7 auf dem Abschnitt zwischen Wörnitz (Landkreis Ansbach) und dem Kreuz Memmingen auf einer Länge von bis zu 55 Kilometern.
Das waren die längsten Staus auf Autobahnen 2025
Der zweitlängste Stau bildete sich komplett in Bayern. So staute es sich, ebenfalls am 27. Dezember, auf insgesamt bis zu 44 Kilometern auf der A9 zwischen Hilpoltstein (Landkreis Roth) und Neufahrn (Landkreis Freising). Das waren laut ADAC die fünf längsten Staus 2025 in Deutschland:
- A7 Ulm – Füssen/Reutte: Bis zu 55 Kilometer zwischen Wörnitz und Kreuz Memmingen am Samstag, 27. Dezember
- A9 Nürnberg – München: Bis zu 44 Kilometer zwischen Hilpoltstein und Kreuz Neufahrn am Samstag, 27. Dezember
- A24 Schwerin – Berliner Ring: Bis zu 43 Kilometer zwischen Pritzwalk und Kremmen am Sonntag, 1. Juni
- A7 Hannover – Kassel: Bis zu 43 Kilometer zwischen Dreieck Hannover-Süd und Dreieck Drammetal am Donnerstag, 9. Januar
- A4 Chemnitz – Görlitz: Bis zu 40 Kilometer zwischen Berbersdorf und Pulsnitz am Donnerstag, 17. April
ADAC: Staureichste Tage meist vor Feiertagen oder Ferien
„Für einen Großteil der Staus sind Baustellen verantwortlich“, erklärt der ADAC. Zeitgleich hätten auf den deutschen Autobahnen zwischen 650 und 1300 Baustellen bestanden.
Der staureichste Tag sei Donnerstag, der 9. Januar 2025, gewesen – als es in weiten Teilen Deutschlands zum Wintereinbruch kam. Alleine an diesem Tag bildeten sich demnach 6300 Kilometer Stau. Andere staureiche Tage fielen meist auf Tage vor Feiertagen oder den Ferienbeginn. Außerdem bildeten sich Stauspitzen typischerweise im Berufsverkehr werktags zwischen 6 und 9 sowie 14 und 19 Uhr.
Bayern mit zweitmeisten Staus nach Nordrhein-Westfalen
Unter den Bundesländern landete Bayern auf dem zweiten Platz. Insgesamt 13 Prozent der bundesweiten Staustunden entfielen auf den Freistaat. Unangefochtener Spitzenreiter in der unrühmlichen Kategorie bleibt wie in den Vorjahren Nordrhein-Westfalen (35 Prozent der Staustunden). Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg (zehn Prozent)
Zu den schlimmsten Staustrecken zählten ebenfalls zwei, die ganz oder teilweise in Bayern liegen: Sowohl die A8 zwischen München und Salzburg als auch die A3 zwischen Frankfurt am Main und Würzburg zählen zu ihnen.
2026 dürfte keine Entspannung auf den Straßen bringen. Der ADAC geht davon aus, dass das Verkehrsaufkommen leicht steigt. Gleichzeitig würden tausende Brücken, Tunnel und Fahrbahnen saniert. So komme es zu mehr Staus, prognostiziert der Automobil-Club.
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