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Theater
12.05.2022

Zehn Mal Passionsspiel: Ehrung für Oberammergauer Männer

Nach zwei Jahren Corona-Pause steht das oberbayerische 5200-Seelen-Dorf Oberammergau vor der Premiere seiner Passionsspiele.

Sie finden turnusmäßig alle zehn Jahre statt. Zum Start des Laienschauspiels am Samstag ehrt der Ort 14 Männer, die bereits zum zehnten Mal auf der Bühne stehen.

Allerdings sind die Jubilare nicht alle über 100 Jahre alt. Es gab zwei Passionen außer der Reihe: die sogenannte Rosner-Probe von 1977, mit der außer der Reihe eine ältere, allegorische Textfassung erprobt wurde, sowie die Jubiläumspassion von 1984 zum 350-jährigen Bestehen.

Unter den Jubilaren ist Peter Stückl, der 79 Jahre alte Vater von Spielleiter Christian Stückl. Früher hatte er den Hohepriester Kaiphas gespielt. Auch bei seiner zehnten Passion hat er eine der Hauptrollen: Er gibt wie schon 2010 den Hohepriester Annas. Regisseur Christian Stückl wiederum selbst ist zum achten Mal dabei - und zum vierten Mal Spielleiter.

Dieses Mal wirken an der Aufführung rund 2100 Dorfbewohner mit, weit mehr als ein Drittel der 5200 Einwohner.

Dass nur Männer es zu zehn Auftritten brachten, liegt daran, dass bis 1990 in der Regel lediglich unverheiratete Frauen bis 35 mitspielen durften. Eine Gruppe Frauen um die Oberammergauerin Monika Lang erstritt dann - unterstützt vom damals neuen und jungen Spielleiter Stückl - vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München das Spielrecht für alle Frauen.

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