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  3. Ungeimpfte: Inzidenz ist deutlich höher als bei Geimpften in Bayern

Corona-Pandemie
06.12.2021

So viel häufiger stecken sich Ungeimpfte mit Corona an

In Bayern liegt die Inzidenz unter den Ungeimpften fast zehn Mal so hoch wie unter den Geimpften.
Foto: Fabian Strauch, dpa

Noch immer gibt es Menschen, die die Wirkung der Corona-Impfung bezweifeln. Doch die Unterschiede der Inzidenz der Geimpften und der Ungeimpften in Bayern zeigen ein eindeutiges Bild.

Die Corona-Situation ist in ganz Deutschland und besonders in Bayern wieder dramatisch. Auf den Intensivstationen wird es zunehmend eng und die Zahl der Neuinfektionen erreicht neue Rekordwerte. Es sei aktuell eine Pandemie der Ungeimpften, sagten zuletzt verschiedene Politikerinnen und Politiker.

Doch was bedeutet das eigentlich? Schließlich – gerade aus dem impfskeptischen Spektrum kommt dieser Hinweis häufig – können sich auch Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren.

Inzidenz der Ungeimpften in Bayern liegt bei 1616 – die der Geimpften bei 103

Eine Ansteckung ist bei Geimpften deutlich weniger wahrscheinlich, auch wenn der Schutz nicht bei 100 Prozent liegt. Einen Eindruck, wie häufig die Impfungen vor einer Infektion schützen, bekommt man, wenn man die Inzidenzen der Geimpften und der Ungeimpften vergleicht. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlicht diese Werte für Bayern einmal pro Woche. Aktuell ist der Anteil der Neuinfizierten unter den Ungeimpften fast um das Sechzehnfache höher als unter den Geimpften: 1616,4 zu 103,1.

Berechnet wird die Inzidenz der Geimpften so: Die Zahl aller Neuinfizierten der letzten sieben Tage, die vollständig geimpft waren, wird durch die Zahl der Menschen mit vollständiger Impfung geteilt. Das Ergebnis wird mal 100.000 genommen.

So erhält man einen Vergleichswert: Die Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Menschen. Als vollständig geimpft gilt man zwei Wochen nach Beendigung der Impfserie. Also in der Regel nach der zweiten Dosis eines Impfstoffes von Biontech, Moderna oder AstraZeneca oder nach einer Dosis beim Impfstoff von Johnson & Johnson. Genesene gelten nach einmaliger Impfung als vollständig geimpft. Menschen mit begonnener, aber nicht abgeschlossener Impfserie werden in der Auswertung des LGL keiner der beiden Gruppen zugerechnet.

Lesen Sie dazu auch

Vergleich der Corona-Inzidenzen: So werden die Daten ausgewertet

Der Inzidenzvergleich gibt einen guten Eindruck der Situation, auch wenn die Daten ein paar Schwächen aufweisen – auf diese Limitationen weist das LGL auf seiner Seite hin.

Eine Ungenauigkeit ergibt sich aus der Berechnung der Inzidenz der Ungeimpften. Denn hierzu zählen nicht nur nachweislich ungeimpfte Infizierte, sondern auch alle, bei denen der Impfstatus nicht bekannt ist. So ist es möglich, dass in Einzelfällen ein Infizierter in der Statistik als Ungeimpfter auftaucht und sich später herausstellt, dass er doch geimpft war – die Inzidenz der Ungeimpften könnte also überschätzt werden.

Das LGL erklärt, man habe sich nach einer gründlichen Analyse dafür entschieden, die Personen mit unbekanntem Impfstatus für diese Auswertung erst einmal zu den Ungeimpften hinzuzuzählen. "Dem liegt zugrunde, dass sonst eine nicht unerhebliche Zahl an Meldefällen aufgrund fehlender Angaben bei der Auswertung zunächst ausgeschlossen würde", heißt es vom LGL. Die Daten werden aber nachgetragen.

Einem Bericht der Welt zufolge war bei der Berechnung für den 24. November von gut 72.000 Personen, die als ungeimpft behandelt wurden, bei mehr als 57.000 der Impfstatus unbekannt - danach war eine Debatte um die Berechnungen des LGL entbrannt. LGL-Präsident Walter Jonas verteidigte das Vorgehen: Zum einen weise man auf die Einbeziehung der unbekannten Fälle hin, betonte LGL-Präsident Walter Jonas. Zum anderen habe sich herausgestellt, dass die Fälle mit zunächst unbekanntem Impfstatus "nach später vorliegenden Daten in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle ungeimpft waren". Daher hätte ein bloßes Weglassen der fehlenden Werte "zu völlig falschen Inzidenzverhältnissen geführt".

LGL: Trotz gewisser Schwäche kommt es nicht zu relevanten Verzerrungen

Eine weitere mögliche Schwäche der Daten: Die Gruppen der Geimpften und der Ungeimpften unterscheiden sich vermutlich in ihrem Testverhalten. Wo die 3G-Regel gilt, müssen sich Geimpfte im Gegensatz zu Ungeimpften nicht testen lassen – so könnte es sein, dass - womöglich dank der Impfung symptomfreie – Infektionen nicht bemerkt werden. Die Inzidenz der Geimpften würde dann unterschätzt werden.

"Dass Geimpfte etwas weniger häufig getestet werden, ist möglich, es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass dies die Inzidenzvergleiche in einem relevanten Umfang beeinträchtigt", heißt es vom LGL. Außerdem betont das Landesamt, dass "Daten aus kontrollierten Studien darauf hinweisen, dass geimpfte Personen nicht nur gut vor einer schweren Erkrankung geschützt sind, sondern sich auch weniger häufig infizieren als nicht geimpfte Personen".

Zu diesem Ergebnis kommt auch das Robert-Koch-Institut, das den Schutz, den die Covid-Impfungen in der Gesellschaft bieten, fortlaufend berechnet.

In seinem Wochenbericht gibt das RKI regelmäßig die aktuell berechnete Impfeffektivität an. Diese liegt für die Kalenderwochen 44 bis 47 gegenüber einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung demnach in der Altersgruppe 12 bis 17 Jahre bei etwa 90 Prozent, in der Altersgruppe 18 bis 59 Jahre bei etwa 67 Prozent und in der Altersgruppe über 60 Jahre bei etwa 66 Prozent. Der Schutz vor einem schweren Verlauf, vor einer nötigen Behandlung auf der Intensivstation und vor dem Tod durch eine Corona-Infektion sind demnach noch höher. (mit dpa)

Dieser Text wurde ursprünglich am 11.11.2021 veröffentlicht. Wir haben am 6.12.2021 die Kritik der "Welt" an den Daten des LGL eingefügt und die Zahlen aktualisiert.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

18.11.2021

"Dass Geimpfte etwas weniger häufig getestet werden, ist möglich, es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass dies die Inzidenzvergleiche in einem relevanten Umfang beeinträchtigt"

Keine Hinweise? Klar, wenn mensch das nicht untersucht, werden auch keine Hinweise gefunden.Zweiten: Gibt es denn Zahlen, die belegen, dass Geimpfte sich nur "etwas" weniger testen lassen?

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17.11.2021

Zusätzlich zu den schon durch das LGL angemerkten (und natürlich relativierten) Verzerrungen - Falls Testquote bei den Ungeimpften 10mal so hoch ist wie bei den Geimpften ist eine 10mal höhere Inzidenz natürlich auch möglich!
@LGL: Bitte noch die Inzidenzen in Relation mit der jeweiligen Anzahl der Tests setzen, evtl. auch die Positivitätsrate dazu, danke!

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17.11.2021

Die Inzidenz ist doch Sch...egal.

Wenn alle geimpft wären und die Auffrischung schneller klappen würde, dann könnte sie bei 1000 oder mehr liegen.

Aber so werden wir bald Zustände wie in Salzburg bekommen.
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/coronavirus-in-oesterreich-salzburger-landeskliniken-bereiten-triage-vor-a-520cbee2-adbe-4054-b89d-1850e5f744a1

Es machen auf den Intensivstationen (Flaschenhals der medizinischen Versorgung immer ncoh landesweit 70 % ungeimpfte aus. Obwohl untder diesen 35 % Ungeimpfte auch Kinder und Jugendliche dabei sind, die fast kein Platz auf Inetnsiv wegen Corona benötigen. Beii den 30 % Geimpfte sind Krebspatienten und andere Immungeschwächte dabei und nun welche, wo eben die rechtzeitige Boosterimpfung den Aufenthalt vermeiden liesse.

Die Inzidenz von Ungeimpften, besonders ab 30 ist entscheidend für die Belastung der Intensivstationen. Ebenso die Qoute der Auffrischungsimpfungen.

Schweden hat alle Maßnahmen aufgehoben und hat sogar eine sinkende Inzidenz und keine überfüllten Intensivstationen.
https://www.merkur.de/welt/corona-schweden-regeln-inzidenz-sonderweg-zahlen-grund-impfquote-massnahmen-news-91113471.html
https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/keine-vierte-welle-trotz-aehnlicher-impfquote-warum-es-in-schweden-besser-laeuft-als-in-deutschland-b/
https://www.merkur.de/welt/corona-schweden-regeln-inzidenz-sonderweg-zahlen-grund-impfquote-massnahmen-news-91113471.html


Aber für sie ist ja die Inzidenz bei Geimpften immer so wichtig, statt den Blick auf das wesentliche zu richten. Und das heisst impfen, impfen, impfen. Dann wäre auch eine Inzidenz von 2000 verkraftbar.
Was wollen Sie überhaupt mit ihrer Inzidenz bei Geimpften. Angst und Mißtrauen gegen die Impfng verbreiten? Die Geimpften sind nicht das Porblem auf den Intensivstationen. Das Problem dort sind die Ungeimpften ab 40 / 50 Jahren!
Hoffentlich wird bei der vermutlich bald kommenden Triage auch der Impfstatus mitberücksichtigt.

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14.11.2021

"Das schreibt auch das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht. Die Daten des RKI zeigen: In der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen gingen in den Kalenderwochen 41 bis 44 ganze 41,6 Prozent der symptomatischen Covid-19-Fälle auf geimpfte Personen zurück. Bei den über 60-Jährigen waren es gar 60,9 Prozent (RKI: Wochenbericht v. 11.11.21, PDF), also deutlich mehr als die Hälfte. "

Quelle: https://www.zeit.de/gesundheit/2021-11/impfdurchbrueche-corona-trotz-impfung-impfschutz-ansteckung-infektion-gesundheit

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14.11.2021

Diese Zahlen alleine sagen doch nichts aus. Wenn man 100% geimpfte hätte wären auch 100% betroffen. Bei einer Impfquote von über 85% in der Gruppe der über 60jährigen komme aus den 15% der Ungeimpften trotzdem 40% der Fälle, aus 85% der geimpften die 60% der Fälle. Damit ergibt sich am Ende aktuell immer noch eine Impfsicherheit von 90% in der Gruppe nicht hospitalisiert zu werden. Diese ist hier im Bericht sowie RKI Wochenbericht auf Seite 22 auch angegeben. Die Auffrischungsimpfung wird hier helfen die Effektivität wieder zu erhöhen.

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13.11.2021

Lieber Alois R.
was soll das kryptische "Herzlichen Glückwunsch............................"bedeuten.
Lieber Raimund Kamm
a) mehrere, z.B. Novavax, Valneva, Sputnik und auch der Chinesische.
b) es ist mir nicht bekannt ob Totimpfstoffe besser gegen Covid-19 helfen.
Das war aber auch nicht die Frage.
Aber wenn mehrere Totimpfstoffe in einer Warteschleife hängen darf man sich doch fragen warum?
Und wenn es viele Menschen gibt, die dabei weniger Bauchweh haben, warum macht man das dann nicht möglich.
Lieber Herr Werner S.,
jawoll Herr Feldwebel, Auftrag wird aller voraussicht nächste Woche, Freitag, ausgeführt. Da bekomme ich, freien
Termin vorausgesetzt, meine zweite Dosis.

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13.11.2021

Ich freu mich, wenn Leute so denken wie ich :-)

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13.11.2021

Wenn man schon will, dass sich viele Menschen impfen lassen und wenn viele Menschen sagen, dass sie auf einen Totimpfstoff warten, warum sind die noch nicht freigegeben. Das sollte man offen kommunizieren.
Wenn man auf der anderen Seite lesen kann, dass diejenige, die bei der EU das sagen dazu hat, eine frühere Mitarbeiterin bzw. Lobbyistin von Pfizer ist, wäre eine offene Kommunikation mehr als notwendig.
Wenn man das nicht tut, dann ist es auch kein Wunder, wenn es Menschen gibt, die der ganzen Angelegenheit mit Misstrauen begegnen.

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13.11.2021

Herzlichen Glückwunsch.....................................

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13.11.2021

Und welche Totimpfstoffe von welchen Unternehmen sind im Zulassungsverfahren?
Und woher wissen Sie, dass Totimpfstoffe besser gegen Covid-19 helfen?

Raimund Kamm

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13.11.2021

Trödeln Sie nicht herum, gehen Sie impfen, Sofort !

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12.11.2021

Ich verstehe nicht, dass man jetzt wieder so auf den Inzidenzen rumreitet. Auf den ITS für Corona liegen nun mal ca. 90 % Ungeimpfte.
Das sollte ausreichen um zu verstehen was abläuft.

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12.11.2021

Wenn ich den RKI-Wochenbericht anschauen, dann waren in den letzten 4 Wochen 49 % Impfdurchbrüche bei den ITS-Patienten mit Corona zu verzeichnen...

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26.11.2021

...tja, die Realität hat Sie inzwischen überholt ;-)

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12.11.2021

Mit der Inzidenz kann man jeden Unsinn beweisen und den Menschen Angst machen.
Die geimpften DÜRFEN sich testen lassen, die ungeimpften MÜSSEN sich testen lassen. Wenn sich zehnmal so viele ungeimpfte testen lassen (müssen), können auch zehn mal so viele positiv getestet werden.
Eine wissenschaftlich belastbare Aussage gibt es nur dann, wenn man die Prozentzahl der positiven im Verhältnis zu allen getesteten ausrechnet und nicht im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.

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12.11.2021

Während jeden Tag allein in Deutschland über 100 Menschen jämmerlich an Corona ersticken, spreche Sie von "Unsinn"
und "Angst machen".
Wie wäre es mit Empathie und Anerkennen der schrecklichen Realität, statt mit irgendwelchen Rechnungen zu beweisen,
dass es nicht so schlimm ist.

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12.11.2021

...und die Impfeffektivität in Bezug auf eine Infektion schmilz derweil dahin...

"Laut RKI-Chef Wieler ist die Effektivität einer Impfung schwächer als vor einigen Monaten, weil die Delta-Variante deutlich schlimmer ist. Derzeit weisen die Zahlen einen 60-prozentigen Schutz vor einer Corona-Infektion nach einer Impfung aus."

Zum Eigenschutz mag die Impfung ja noch taugen, aber um sich als großer Gemeinwohl-Hüter hinzustellen, bedarf es deutlich mehr als nur einer Impfung - sprich AHAL und Kontaktbeschränkungen anstatt 2G-Parties!

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13.11.2021

Es ist bitter solche Kommentare lesen zu müssen. Schwurbler raus, aber sofort !

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14.11.2021

@Wolfgang: Lungenentzündungen mit tödlichem Ausgang gab es auch VOR Corona. Und nicht jeder der Corona stirbt, erstickt qualvoll, oft wird die Diagnose erst NACH dem Tod gestellt und damit die Statitik nach oben frisiert. Ich bezahle in die Krankenkasse und wünsche allen Intensivpatienten beste Genesung. Aber anders herum, was ist mit den Menschen, die durch eine MRNA- Impfung in ein menschliches Wrack verwandelt wurden? Langläufig heißt es ja, der Nutzen der Impfung überwiege den Schaden (den man inzwischen nicht mehr abstreiten kann). Haben Sie für die Verlierer der Impfung auch Empathie?

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12.11.2021

*Lothar.B:
"Es ging allein um die Inzidenz zwischen geimpft/ungeimpft und nicht um irgendwelche Impfeffektivitäten."

Und was genau sagt die reine Inzidenzvergleicherei bezüglich der Konsequenzen aus?
Richtig so gut wie nichts, denn entscheidend ist wie weit die Geimpften weit weniger Probleme und vor allem Klinikaufenthalte erzeugen.
Dazu kommt noch dass mittlerweile die meisten jünger und ungeimpft auch deutlich länger auf den Intensivstationen liegen und blockieren.

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12.11.2021

Ein Blick in die Hospitalisierungen z.B. hier zeigt:
https://www.mdr.de/wissen/corona-intensivstationen-altersstruktur-100.html

Ü30 gehts so langsam los und nimmt mit zunehmendem Alter deutlich an Fahrt auf!
Wir haben in erster Linie eine Pandemie der alten weißen Männer (geimpft wie ungeimpft)...eventuell noch übergewichtig und Raucher...

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12.11.2021

83 % der Intensivpatienten mit Corona sind derzeit laut DIVI über 50 Jahre alt, 63 % über 60 Jahre. Impfdurchbrüche mit Symptomen machen bei über 60-jährigen mittlerweile über 60 % aus und 45 % bei den Hospitalisierungen bzw. 36 % auf der ITS - Tendenz steigend. Wenn dieser Trend anhält, sind bei den über 60jährigen Hospitalisierten bald 50 % Impfdurchbrüche dabei. Und nur weil diese sich geimpft haben und trotzdem in den Kliniken landen, belasten sie diese dann nicht? Die Pandemie (be)trifft alle und das SW-Denken geimpft/ungeimpft geht an der Realität vorbei, macht aber das Denken einfacher...

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11.11.2021

An die Redaktion

Der Satz im Artikel ist offensichtlich falsch:
>>Aktuell ist der Anteil der Neuinfizierten unter den Geimpften fast um das Zehnfache höher als unter den Geimpften: 953,2 zu 97,6.<<

Raimund Kamm

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11.11.2021

Vielen Dank für den Hinweis. Sie haben natürlich recht. Wir haben korrigiert.

Freundliche Grüße

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11.11.2021

Wieso liest und hört man überall was anders?

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11.11.2021

Nennen Sie doch die Quellen, die etwas anderes behaupten.
In Österreich sind die Zahlen ähnlich. bei Ungeimpften liegt die Inzidenz bei über 1000, bei den Geimpften bei 70.

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12.11.2021

da braucht man keine Quelle für.
Kinder unter 12 Jahren zählen zu den Ungeimpften UND geimpfte müssen sich nicht testen lassen.
Ob die Zahl dann identisch wären kann ich nicht sagen aber man muss kein Impfskeptiker sein um es zu sehen.

Ich kann doch nicht im Süden Radarkontrollen mach und im Norden nicht nur um dann zu sagen im Süden sind nur Raser
Also ein bisserl sollte man schon nachdenken.

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11.11.2021

Wo bleiben sie jetzt, die Impfskeptiker und Corona Leugner.

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11.11.2021

"Eine weitere mögliche Schwäche der Daten: Die Gruppen der Geimpften und der Ungeimpften unterscheiden sich vermutlich in ihrem Testverhalten. Geimpfte müssen sich im Gegensatz zu Ungeimpften in der Regel nicht testen lassen – so könnte es sein, dass - womöglich dank der Impfung symptomfreie – Infektionen nicht bemerkt werden. Die Inzidenz der Geimpften würde dann unterschätzt werden."

Das ist nicht nur möglich, sondern eine sehr wahrscheinliche Schwäche. Wir haben in Deutschland nach 1 3/4 Jahren Pandemie immer noch keine repräsentativen Kohortenstudien (und politisch oder behördlich wird das auch nicht forciert). Wir vergleichen Äpfel mit Birnen. In den UK wird das anders gehandhabt, sie testen regelmäßig eine große repräsentative geimpfte und ungeimpfte Bevölkerungsgruppe. Und was sagen dort die Zahlen: mit Ausnahme der Kinder sind die Inzidenzen der Geimpften bei den meisten Altersstufen z.T. deutlich höher als bei den Ungeimpften.

Bei der Hospitalisierung und den Todesfällen gibt es zum Glück einen Unterschied, der insbesondere in den Altersstufen über 40-50 Jahren relevant wird. In den Altersstufen darunter unterscheiden sich die Zahlen zwischen geimpft und ungeimpft nicht signifikant. Man könnte es auch so zusammenfassen:. Corona ist eine Pandemie der älteren Bevölkerung, fast unabhängig vom Impfstatus.

Quelle: UK Vaccine Surveillance Report

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11.11.2021

"Quelle: UK Vaccine Surveillance Report"

Dort steht aber genau das Gegenteil dessen, was Sie behaupten, nämlich: "With the delta variant, vaccine
effectiveness against infection has been estimated at around 65% with Vaxzevria and 80% with
Comirnaty (4)." (Quelle: https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1032859/Vaccine_surveillance_report_-_week_45.pdf)

Die Impfung schützt also zwischen 65 % und 80 % vor einer Infektion. Die Behauptung, Geimpfte können sich genauso infizieren, ist also durch genau die Quelle belegt, die Sie für das Gegenteil heranziehen.

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11.11.2021

Offensichtlich haben Sie meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Es ging allein um die Inzidenz zwischen geimpft/ungeimpft und nicht um irgendwelche Impfeffektivitäten.

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12.11.2021

"Offensichtlich haben Sie meinen Beitrag nicht richtig gelesen."

Offensichtlich haben Sie Ihre angebliche Quelle nicht gelesen. Ihre Behauptung geht aus Ihrer angeblichen Quelle nicht hervor, das Wort "incidence" kommt genau Null mal vor.

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12.11.2021

@Robert M. siehe Tabelle 6 auf Seite 22 des aktuellen Berichtes (ich dachte, sie haben den gelesen?) In den Vorberichten gab es dazu teilweise auch noch die Abbildungen dazu.

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11.11.2021

Endlichwerden die Inzidenzen von Geimpften und nicht Geimpften angegeben. Jetzt müsste man aber auch die Zahl der jeweils Getesteten ins Verhältnis setzen. Auf geht's liebe Redaktion.

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12.11.2021

Machen Sie es doch selber. Als Beispiel die über 60jährigen! 15% davon sind ungeimpft, diese schaffen dann 65% der Fälle die auf Intensiv liegen. Umgerechnet ergibt sich ein Impfschutz von 90%. Nachzulesen im Wochenbericht
des RKI vom 04.11.21 auf Seite 22.

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12.11.2021

Mit den Getesteten dürfte das wohl kaum mangels Datenmaterial möglich sein. Und zweitens: wie lange gilt man als getestet: 24 Stunden, 48 Stunden ... . Ein Getesteter kann doch theoretisch 1 Minute nach dem erfolgten Abstrich infiziert werden.

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11.11.2021

FAZIT: In 2 Jahren nicht dazu gelernt.

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