Nach den hochsommerlichen Temperaturen an Pfingsten haben Gewitter und Unwetter die Hitze in Bayern vorerst davon gepustet. In dieser Woche wird es kühler. Doch wie soll es laut Prognosen im Juni weitergehen? Feiert der Sommer nach der Abkühlung wieder ein Comeback?
Sommermonat Juni beginnt unbeständig und nur mäßig warm
Wie der Deutsche Wetterdienst in seiner Vorhersage mitteilt, wird es zunächst unbeständig und nur mäßig warm. Seit Dienstag, 2. Juni, wird der Süden Deutschlands von einer Kaltfront überquert. Das führte seit Dienstag unter anderem zu Gewittern, besonders in den Alpen stieg die Gefahr dafür. Der Rest der Woche verlief wechselhaft: Die Sonne spitzelte immer wieder zwischen den Regenwolken heraus, aber es blieb kühl.
Und kühl soll es auch in dieser Woche bleiben: Am Dienstag, 9. Juni, gerät Bayern in den Einflussbereich einer Kaltfront, wie der DWD auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt. Während am Montag noch Temperaturen von bis zu 26 Grad erreicht werden, sinken die Höchstwerte morgen in Augsburg und Region auf maximal 18 Grad. Dazu wird es verbreitet regnerisch, mit Niederschlagsmengen von etwa 5 Millimetern.
Sommer: Zweite Junihälfte wohl etwas zu trocken und zu warm
Damit beginnt eine kühle und wechselhafte Wetterphase. Der Mittwoch zeigt sich regnerisch bei Temperaturen zwischen 7 und 14 Grad. Auch am Donnerstag bleibt es wechselnd bewölkt, mit Regenschauern und einzelnen Gewittern bei maximal 15 Grad. Am Mittwoch und Donnerstag können nochmals größere Niederschlagsmengen von 5–10 Millimetern zusammenkommen.
Dann aber könnte es wieder freundlicher werden. Der Freitag bleibt zwar noch wechselnd bewölkt, einzelne Regenschauer sind weiterhin möglich, die Temperaturen steigen aber bereits auf bis zu 18 Grad. Am Samstag macht sich von Westen her zunehmend Hochdruckeinfluss bemerkbar. Der Tag verläuft voraussichtlich weitgehend trocken, die Temperaturen steigen wieder auf frühsommerliche 22 Grad. Spätestens am Sonntag stehen die Chancen gut, dass es eine Weile trocken bleibt. Dann sind wieder Temperaturen über 25 Grad möglich.
Die kommende Woche dürfte damit warm und weitgehend niederschlagsarm beginnen. Allerdings muss man auch in den kommenden Wochen jederzeit mit Schauern und Gewittern rechnen. Für den weiteren Monatsverlauf können die Expertinnen und Experten des Deutschen Wetterdienstes noch keine belastbaren Details nennen. Es gebe zwar eine Tendenz zu einem eher warmen und trockenen Juni, die Modelle seien aber noch mit Unsicherheiten behaftet.
Schafskälte sorgt im Juni zeitweise für kühlere Temperaturen
Die zunächst niedrigeren Temperaturen im Juni könnten zudem auf die sogenannte Schafskälte zurückzuführen sein. Vergleichbar mit den Eisheiligen wird auch die Schafskälte laut wetter.com zu den meteorologischen Singularitäten gezählt – also Wetterlagen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. Die Schafskälte tritt meist in der ersten Junihälfte auf, auch wenn der Monat bereits zum Sommer zählt. Die Temperaturen sinken dann über Nacht teils auf unter 10 Grad.
Eine Erklärung wird auch mitgeliefert: Die unterschiedlich starke Erwärmung von Land- und Wassermassen verursacht diesen wiederkehrenden Temperatursturz. Während die Landflächen Mitteleuropas schon aufheizen können, bleiben die Temperaturen etwa in Skandinavien oder den britischen Inseln frischer – weil sie von kälterem Wasser umgeben sind. Wenn dann Wind aus Nordwesten nach Europa strömt, bringt sie oft kühle Luft mit sich.
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