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Energie
12.05.2022

Minister: Beim Thema PCK Schwedt ruhig und besonnen bleiben

Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie, posiert während eines dpa-Interviews.
Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild

In der Diskussion um die Zukunft der Öl-Raffinerie in Schwedt hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen.

Das Bundeswirtschaftsministerium arbeite mit aller Kraft an einer Lösung für das PCK, sagte Steinbach am Donnerstag beim Energietag an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Für eine etwaige Versorgung mit anderem Öl seien Tanker gechartert, man wisse, woher man das Öl herbekommen werde und auch, wie man das Öl so abmischen könne, dass es in Schwedt verarbeitbar sei, führte er aus. Liefermengen erlaubten dann in der Raffinerie 70 Prozent der Auslastung. Kurzfristige Versorgungsengpässe schloss der Wirtschaftsminister nicht aus.

Hintergrund sind Pläne der EU-Kommission, wegen des Ukraine-Kriegs den Import russischen Rohöls zu verbieten. Die Raffinerie Schwedt wird derzeit mit russischem Öl versorgt, sie wird vom russischen Staatskonzern Rosneft mehrheitlich kontrolliert. Mit einer Gesetzesänderung könnte die Bundesregierung die Raffinerie unter staatliche Treuhandverwaltung stellen oder sogar enteignen.

Der Energieexperte an der BTU, Felix Müsgens, sieht für die kommenden Monate die Energieversorgung kurzfristig als eine Herausforderung. "Wir müssen den Sommer nutzen, um uns auf den Winter vorzubereiten", sagte er bei einer Diskussionsrunde. Dazu gehört ihm zufolge auch, die Kohlekraftwerke kurzfristig weiterlaufen zu lassen - seiner Ansicht nach noch zwei bis drei Jahre. Langfristig bedeute die derzeitige Krise aber einen beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien, so der Leiter des Fachgebiets Energiewirtschaft. Derzeit hätten sich Strom-und Gaspreise auf dem Markt vervierfacht. Haushalte profitierten jetzt noch vom gekauften Strom des letzten Jahres. "Für die Hauhalte wird es erstmal schlimmer, bevor es besser wird."

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