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Klimawandel
29.06.2022

Gärtner kämpfen um Bäume im Park Sanssouci

Das Orangerieschloss von Sanssouci.
Foto: Annette Riedl, dpa/ZB

Der Potsdamer Park Sanssouci mit dem Schloss Friedrichs des Großen leidet unter dem Klimawandel.

Der alte Baumbestand sei akut bedroht und sterbe langsam ab, teilte die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten am Mittwoch mit. Sie warnt derzeit Besucher, dass die ausgetrockneten Bäume Äste abwerfen und rät dringend davon ab, sich unter Altbäumen aufzuhalten. Die Gärtner versuchen laut Stiftung gegenzusteuern, schneiden Bäume stark zurück, probieren neue Bewässerungsmethoden und Substrate zur besseren Nährstoff- und Wasserversorgung.

Mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Helmholtz-Zentrum werden die Ergebnisse analysiert. In dem Projekt wird bis November 2023 auch untersucht, wie andere Welterbestätten vor dem Klimawandel geschützt werden können - unter anderem die Hamburger Speicherstadt und der Kölner Dom.

Schlösser und Gärten Potsdams stehen seit mehr als drei Jahrzehnten auf der Welterbeliste der Unesco. Schloss Sanssouci mit seinen Wein-Terrassen ist ein beliebtes Fotomotiv. Knapp 60 Gärtner sind in dem 300 Hektar großen Park im Einsatz. Besonders die mehr als 100 Jahre alten und mehr als 30 Meter hohen Bäume seien von Hitze und Trockenheit betroffen, hieß es. Ihre Wurzeln reichten nicht an das Grundwasser heran, der Boden sei extrem ausgetrocknet.

In allen Parks der Stiftung in Berlin und Brandenburg stehen 80.000 Bäume. Allein bei Unwettern im Frühjahr sind nach Angaben der Schlösserstiftung 122 Bäume umgestürzt, 38 mal seien Baumkronen gebrochen.

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