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Potsdam
14.05.2022

Polizei: Deutsch-polnisches Projekt zur Jugendkriminalität

Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle.
Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Nach zwei Jahren starker Einschränkungen durch die Corona-Pandemie startet die Brandenburger Polizei neue Projekte zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen.

So wollen deutsche und polnische Polizisten im Mai und Anfang Juni Einrichtungen für gefährdete Jugendliche im polnischen Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) und in der Nähe von Cottbus besuchen, wie Projektleiter Christian Schmidt am Samstag beim Tag der Offenen Tür im Potsdamer Polizeipräsidium berichtete.

"Es geht darum, praktisch zu erfahren, wie die jeweils andere Seite bei der Präventionsarbeit mit Jugendkriminalität umgeht", sagte Schmidt. So würden Vergehen von Minderjährigen in Polen als Ordnungswidrigkeiten und in Deutschland als Straftaten verfolgt.

"Selbstverständlich können wir alle auch auf digitale Möglichkeiten zurückgreifen", sagte Polizeipräsident Oliver Stepien dazu. "Doch ist und bleibt der persönliche Austausch eine der besten Voraussetzungen zur Schaffung einer guten Basis unserer Zusammenarbeit."

In der Grenzstadt Guben/Gubin wurden nach der Corona-Zwangspause auch die gemeinsamen Streifen der deutsch-polnischen Polizeiteams wieder belebt. Diese gemeinsamen Einsätze über die Grenze hinweg würden von den Bürgern gut akzeptiert, sagte der Beauftragte für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, Polizeidirektor Ulf Buschmann. Nach einer Auswertung des Modellprojekts in Guben/Gubin könne es künftig möglicherweise auch deutsch-polnische Polizeiteams in der Grenzstadt Frankfurt (Oder)/Slubice geben, sagte Buschmann.

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