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Wissenschaft
04.07.2022

Nach umstrittener Absage: Nachholtermin für HU-Vortrag

Teilnehmer einer Demonstration gegen den Vortrag der Biologin Vollbrecht in einem Hörsaal der Humboldt-Universität im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften stehen vor dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität.
Foto: Christophe Gateau, dpa

Nach der vieldiskutierten Absage eines Vortrags zum Thema Geschlecht und Gender an der Humboldt-Universität Berlin (HU) hat die Hochschule einen zeitnahen Nachholtermin angesetzt.

Für den 14. Juli sei eine Diskussionsrunde geplant, in der man die Veranstaltung "aufgreifen und kontextualisieren und diskutieren" wolle, sagte HU-Sprecher Boris Nitzsche der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Zuvor hatte der RBB über den neuen Termin berichtet.

"Wir würden gerne das Thema aus verschiedenen Perspektiven mit verschiedenen Akteuren besprechen und werden auch die Politik miteinbeziehen", kündigte Nitzsche an. Zu der Podiumsdiskussion sollten etwa Bundeswissenschaftsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und die Berliner Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote (Grüne) eingeladen werden.

Ursprünglich war der umstrittene Vortrag "Geschlecht ist nicht (Ge)schlecht, Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt" der Biologin Marie-Luise Vollbrecht als Teil der "Langen Nacht der Wissenschaften" am Samstag geplant gewesen. Nach der Ankündigung von Protesten hatte die Hochschule den Vortrag gestrichen - aus Sicherheitsgründen, wie es hieß. Das löste Kritik aus. Gegner der Absage sehen dies als Einknicken und Verletzung der Wissenschaftsfreiheit. Andere finden die Aussagen der Biologin in der Genderdebatte problematisch.

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