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24.12.2017

Yippie-ya-yeah! – Tipps für den knalligen Weihnachtsfilm

Weihnachtszeit, stade Zeit. Weihnachtszeit, für Filme Zeit. So weit, so gut, aber was tun bei der schier unendlichen Auswahl? Weihnachtsklassiker gibt es ja mehr als genug, aber muss es unbedingt immer die süße österreichische Kaiserin, der nervige Hausbesetzer Kevin, oder der englische Pennäler-Lord sein? Von biblischen Schinken wie „Wohin des Wegs?“, oder den Abenteuern eines jüdischen Rennfahrer mal ganz zu schweigen.

Weihnachtsstimmung kann auch bei erheblich stimmgewaltigeren Werken aufkommen. Da gibt es böse Nikoläuse, die sich gern mal im Ton vergreifen und dennoch im Innern ganz liebe Kerle sind. Da gibt es einen amourös empfänglichen Kleinkriminellen, der sich nicht ganz freiwillig einer Bande falscher Weihnachtsmänner beim fröhlichen Casino-Raub anschließt. Und nicht zu vergessen ein nicht ganz unbekannter Ex-Gouverneur des Golden State, der seinem Sprössling einfach nur mit einer Actionfigur überraschen möchte und sich dafür heldenmutig ins Kriegsgebiet des Weihnachtstrubels stürzt.

Nicht genug Feuerwerk? Sylvester ist noch zu weit weg? Na dann auf zur ultimativen Christmas-Party mit dem feierfreudigen Elfen-Trio John, Martin und Roger. Alles richtig dufte Typen, die nicht nur den Weihnachtsfrieden, sondern auch das Gesetz hüten. Und diesen Job nehmen sie verdammt ernst, versprochen. Wer will sich schon das Weihnachtsfest von Terroristen versauen lassen? Das macht weder in einem Hi-tech-Wolkenkratzer im sonnigen L.A., noch viel weniger aber am zugeschneiten Dallas Airport Spaß. Und John feiert gern Weihnachten mit seiner Familie, da sollte man besser nicht dazwischen funken.

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Wem das inzwischen wegen des zumindest grobthematisch aktuellen Bezugs etwas zu wenig Eskapismus bietet, der kann ja bei den beiden ungleichen Buddies vom LAPD vorbei schauen. Auch da gibt es ein paar böse Buben, die partout keinen Wert auf friedliche Weihnachten legen. Und auch da wird ihnen ganz schnell und vor allem recht schmerzhaft klar, dass man solch lieb gewonnene Traditionen besser nicht torpediert.

Also liebe Feiertagsfilm-Gemeinde. Das Fest der Liebe hat einiges zu bieten, auch wenn es ein wenig dauert, kalauert und feuert, bis sich am Ende alle ganz doll lieb haben. Im Unterschied zum traditionellen Wohlfühl-Film besteht dagegen nicht die allgegenwärtige Gefahr des gemütliches Einnickens. Schließlich will man doch was vom Fest haben. In diesem Sinne „Yippie-ya-yeah!“ And „Merry Christmas!“

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P.S.: Für die Dekodierungunwilligen in chronologischer Reihenfolge: „Sissi“ (gehen alle), „Kevin – allein zu Haus“, „Der kleine Lord“, „Quo Vadis?“, „Ben Hur“, „Bad Santa“ (aber nur Teil 1), „Reindeer Games“, „Versprochen ist Versprochen“, „Die hard“, „Die Harder“, „Lethal Weapon"

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