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24.11.2017

26 Jahre nach dem Tod von Freddie Mercury

Heute, am 24. November 2017 jährt sich zum 26. Mal der Todestag von Freddie Mercury, dem Leadsänger von Queen.

Freddie Mercury starb am 24.11.1991 um kurz nach 19 Uhr nach langer und schwerer HIV-Erkrankung, umgeben von Freunden in seinem Anwesen Garden Lodge am Logan Place 1 in London/Kensington.

Heute, über ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod, ist der ehemalige Leadsänger von Queen bei seinen Anhängern immer noch unvergessen und wird weiterhin sehr verehrt. Vor allem in den sozialen Netzwerken sind diverse Fangruppierungen sehr aktiv, tauschen sich aus und teilen Erinnerungen, Musik und Neuigkeiten über den Sänger aus.

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Die, für mich als seit meiner frühen Jugend eingefleischten Queen-Anhänger persönlich nachvollziehbare Verehrung des Musikers, treibt jedoch manchmal schon sehr seltsame Blüten, wie ich finde. So kann man regelmäßg hämische und sehr abwertende Kommentare auf Facebook und unter anderem auf der Seite von Brian May lesen, der zusammen mit dem Schlagzeuger Roger Taylor und dem Musiker Adam Lambert als Sänger weiterhin als Queen tourt und das anscheinend auch sehr erfolgreich.

Einige Fans möchten es wohl nicht akzeptieren, dass Brian May und Roger Taylor weiterhin Musik machen und das ohne den verstorbenen Freddie Mercury und ohne den ehemalige Bassisten John Deacon, der sich schon 1997 völlig aus der Öffentlichkeit zurückzog, die Aktivitäten seiner ehemaligen Bandkollegen jedoch toleriert. Vor allem der neue Sänger Adam Lambert muss sich hier einige sehr boshafte Kommentare gefallen lassen.

Aber auch Mary Austin, die ehemalige Lebensgefährtin Freddies und bis zu seinem Tod beste Freundin, musste und muss immer wieder sehr grenzwertige Kommentare über sich ergehen lassen.

Den vorläufigen Höhepunkt dieser Aversion gegen sie ist in dem Umstand erreicht, dass sich Mary Austin nun wohl entschloss, die Außenmauer des von ihr seit Jahren bewohnten Anwesens "Garden Lodge" letzendlich von den vielen Graffiti und Hinterlassenschaften der Fans reinigen zu lassen. Diese Aktion hat einen Sturm der Entrüstung unter den Fans verursacht und die Fangemeinde überschlägt sich in Hasstiraden und verbalen Attacken gegen Mary Austin, die einen Großteil des Vermögens von Freddie Mercury geerbt hatte.

Im Dezember 2015 machte ich mir, anlässlich einer London-Reise, persönlich ein Bild von dem Anwesen Freddie Mercurys und sah die vielen, vielen, damals schon sehr unleserlichen Briefe und Notizen, die rund um die Tür am Garden Lodge unter einer Plexiglasscheibe geschützt, angebracht waren. Schön - im herkömmlichen Sinne - war das sicherlich nicht, aber es war berührend zu sehen, wie viele Menschen die letzte Bleibe von Freddie Mercury, bzw. die Außenmauern in eine Art Schrein verwandelt hatten.

Mary Austin ließ diese Hinterlassenschaften nun wohl alle restlos entfernen, die vormals grüne Eingangstür zum Garden Lodge schwarz streichen, sowie an selbiger eine Plexiglasscheibe anbringen, um neuerliche Inschriften und Anschläge künftig zu unterbinden. Außerdem wurden Überwachungskameras, als auch Verbotsschilder, die unter anderem aussagen, dass Graffiti ein Verbrechen sei, angebracht.

Sicherlich verständlich, von ihrer Warte aus gesehen, lebt sie ja selbst seit vielen Jahren in dem ihr vermachten Anwesen und waren die vielen Graffiti, Notizen und Zettel schon lange witterungs-und altersbedingt nicht mehr schön anzusehen.

Trotzdem erscheint es etwas unsensibel, die Hinterlassenschaften der Anhänger gerade jetzt, kurz vor dem 26. Todestag Freddies, so rückstandslos und radikal zu entfernen.

Vorher

Nachher

Weitere Infos:

https://www.dailystar.co.uk/news/latest-news/661112/Freddie-Mercury-Queen-ex-girlfriend-removes-shrine-fan-outrage-britpop-legend

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25.11.2017

(edit)

Permalink
25.11.2017

Immer wieder schade, dass solche Genies ihre Lebenskerze an beiden Seiten anzünden müssen.

Zumindest sollte es jungen Leuten als Warnung dienen, sich nicht mit allen Drogen vollzupumpen die es gibt.

Natürlich kann keiner sagen wie lange sein Leben dauert, aber bewusst beschleunigen muss nicht sein.

Seine unnachahmliche Musik bleibt uns jedenfalls erhalten und seine Stimme war einzigartig!

Toller Bericht Barbara, danke!

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