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21.01.2015

ATV Georges Lemaître simuliert das Verglühen der Raumstation ISS

Der europäische Raumfrachter ATV soll bei seiner Rückkehr zur Erde das Verglühen der Raumstation ISS simulieren. Mitte Februar koppelt er von der Station ab, muss dann aber zehn Tage warten, damit die Crew der ISS beim Verglühen zusehen kann.

Der Abschluss der Mission des ATV Georges Lemaître wird eine der spektakulärsten Aktivitäten der europäischen Raumfahrtagentur Esa in diesem Jahr sein. Die wichtigsten Projekte hat Thomas Reiter am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Neben dem Einsatz der Esa-Astronauten Samantha Cristoforetti, Andreas Mogensen und Tim Peake, die in diesem Jahr auf der Raumstation arbeiten, und den 66 vor allem im Modul Columbus geplanten Experimenten ist der Abschluss der Mission des fünften europäischen Raumfrachters einer der Höhepunkte des Jahres für die Esa.

Bereits der Anflug des ATV Georges Lemaître war ein Experiment. Im Normalbetrieb senden sowohl die anfliegenden Raumschiffe wie auch die Raumstation gegenseitig Informationen, mit denen das anfliegende Raumschiff seine Position bestimmen und dann seine Flugbahn anpassen kann. Das ATV testete ein Verfahren, bei dem sich die Station unkooperativ verhielt, also keine Navigationsdaten schickte. Solch ein Verfahren wird einmal nötig, wenn defekte oder ausgediente Satelliten automatisch angeflogen werden sollen.

Auch die Rückkehr und das Verglühen des ATV wird ein Experiment sein. Normalerweise werden die Raumfrachter so abgebremst, dass sie in einem recht steilen Winkel in die Erdatmosphäre eintreten, dabei zum größten Teil verglühen und die übrigen Trümmerteile in einem Teil des Südpazifik versinken, in dem es keine Inseln gibt und der vorsorglich für den Schiffs- und Flugverkehr gesperrt wird. Dorthin wird auch die Raumstation ISS eines Tages gesteuert, aufgrund ihrer Größe wird allerdings der Eintrittswinkel deutlich flacher sein. So eine Bahn wird das ATV bei seiner Rückkehr zur Erde simulieren.

Dazu koppelt der Raumfrachter am 17. Februar von der Station ab, muss dann aber zehn Tage in einer Umlaufbahn parken. Das Ziel der Ingenieure besteht darin, dass sich die ISS beim Eintritt des Frachters in die Atmosphäre auf der Nachtseite der Erde oberhalb des Raumfahrzeugs befindet. Die Crew der ISS wird dann den Wiedereintritt am 27. Februar von oben beobachten.

  • Erfolgeich hat eine Atlas 5-Rakete heute Morgen von Cape Canaveral aus den militärischen Komunikationssatelliten MUOS 3 in einen geostationären Orbit transportiert.

(21. Januar 2015, Mittwoch)

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