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27.06.2017

Ariane 5 wird für den Start von zwei Satelliten für drei Kunden vorbereitet

Am Mittwochabend soll eine Ariane 5 zwei Satelliten in einen geostationären Transferorbit bringen. Solch eine Aufgabe ist für die europäische Trägerrakete nicht ungewöhnlich. Diesmal sind es jedoch drei Kunden, die für den Transport bezahlen.

Auf dem europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou in Französisch-Guayana laufen die Vorbereitungen für den vierten Start einer Ariane 5 in diesem Jahr. Am Mittwoch, 28. Juni, soll sie um 22.59 Uhr MESZ mit zwei Kommunikationssatelliten in einen geostationären Transferorbit starten. Das Startfenster ist für etwas mehr als eine Stunde bis 0.16 Uhr MESZ am frühen Donnerstagmorgen geöffnet.

Mit Hellas Sat 3-Inmarsat S EAN soll zuerst der schwerere Satellit in einer Bahn zwischen 250 und 35800 Kilometer Höhe bei einer Bahnneigung von 3 Grad gegen den Äquator ausgesetzt werden. Der Satellit bringt beim Start rund 5800 Kilogramm auf die Waage und ist 5,5 Meter hoch bei einem Querschnitt von zwei mal 2,2 Meter. Gebaut wurde er von Thales Alenia Space, das Unternehmen installierte dabei zwei Nutzlasten, die ähnlich wie in einer Wohngemeinschaft die Basisfunktionen der Raumsonde gemeinsam nutzen. Auftraggeber und Nutzer sind die Anbieter von Satellitendiensten Hellas Sat und Inmarsat. Der sogenannte Condosat soll im geostationären Orbit bei 39 Grad östlicher Länge stationiert werden und für mindestens 15 Jahre Fernseh- und Radioprogramme und zahlreiche weitere Kommunikationsdienste für Europa, den Mittleren Osten und die afrikanischen Länder südlich der Sahara anbieten.

Der erste Satellit wird etwa 28 Minuten nach dem Start ausgesetzt, gut eine Minute später trennt die Oberstufe der Ariane 5 die Sylda ab. Das ist eine Verbindungskonstruktion für den Doppelstart von Satelliten, die es in sieben verschiedenen Größen gibt, um unterschiedlich große Nutzlasten während des Starts optimal zu schützen.

Weitere knapp zwölf Minuten später, als etwa 41 Minuten nach dem Start, setzt die Oberstufe ESC-A den zweiten Satelliten GSAT-17 im Orbit aus. Der Kommunikationssatellit ist etwa 3500 Kilogramm schwer, bei einem Querschnitt von 1,7 mal zwei Meter ist er rund drei Meter lang. Die indische Raumfahrtagentur Isro ließ ihn in im eigenen Land bauen und wird ihn ebenfalls für 15 Jahre nutzen. Er soll bei 93,5 Grad östlicher Länge postiert werden und von dort aus Indien, den Mittleren Osten und Südasien mit Kommunikationsdiensten versorgen.

Die Mission der Trägerrakete Ariane 5, die bei diesem Start eine Gesamtnutzlast von rund zehn Tonnen ins All befördert, ist nach etwa 40 Minuten beendet, sofern alles wie geplant abläuft. Die Satelliten steuern dann von der elliptischen Bahn mit eigenen Triebwerken ihre Einsatzorte im geostationären Orbit an. Im Jahr 2017 ist es für Arianespace von Kourou aus der siebente Start und der vierte Start einer Ariane 5. Außerdem kamen zwei Trägerraketen Sojus sowie eine Vega zum Einsatz.

(27. Juni 2017, Dienstag)

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