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29.11.2017

Bahnkorrektur der ISS für bevorstehenden Personalwechsel

Für rund drei Minuten hat am Mittwoch das Haupttriebwerk des Raumfrachters Progress MS-06 gearbeitet und die Raumstation ISS angeschoben. Die Bahnkorrektur gehört zur Vorbereitung des Personalwechsels, der Mitte Dezember erfolgt. Zuvor bringt Dragon CRS-13 weiteren Nachschub.

Um 16.50 Uhr MEZ hat die russische Bodenkontrolle das Haupttriebwerk des Raumfrachters Progress MS-06 gestartet, der am Heckstutzen des ISS-Moduls Swesda angekoppelt ist. Es arbeitete drei Minuten und drei Sekunden und schob die Raumstation ISS damit an. Sie ist nun 0,36 Meter pro Sekunde schneller als zuvor auf ihrer Umlaufbahn um die Erde unterwegs, die nun wieder zwischen 403 und 423 Kilometer Höhe liegt. Solche Bahnmanöver sind regelmäßig notwendig, weil die Station durch dünne Ausläufer der Erdatmopshäre abgebremst wird.

Die aktuelle Bahnkorrektur dient der Vorbereitung des nächsten Personalwechsels auf der ISS. Durch die höhere Flugbahn können ab- und anfliegende Sojus-Raumschiffe mit weniger Belastungen für die Besatzungen gesteuert werden. So kann Sojus MS-07 am 17. Dezember einen direkteren Weg zur Raumstation nehmen, bei dem Anton Schkaplerow, Scott Tingle und Norishige Kanai nach dem Start nur sechs Stunden in der kleinen Sojus-Kapsel ausharren müssen. Die Alternative wäre ein Anflug, der rund zwei Tage dauert.

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Auch für die Rückkehr von Sojus MS-05 am 14. Dezember ergibt sich eine günstigere Flugbahn, auch wenn die körperlichen Belastungen für Sergej Rjasanski, Randolph Bresnik und Paolo Nespoli dennoch enorm sein werden. Nach 139 Tagen im All wird die erfahrene Crew in der kasachischen Steppe landen und kurz darauf getrennt. Die Rehabilitation absolvieren die drei Raumfahrer in dafür ausgestatteten Zentren ihrer Raumfahrtorganisationen in Moskau, Houston und Köln.

Vor dem Austausch der Besatzung steht noch der Start eines weiteren Raumfrachters auf dem Programm. Am 8. Dezember soll eine Falcon-9 von Cape Canaveral aus mit Dragon CRS-13 starten. Voraussichtlich wird es die Wiederaufnahme des Startbetriebs auf dem Launch Complex 40 (LC40). Diese Startrampe war schwer beschädigt worden, als am 1. September 2016 bei den Vorbereitungen für einen planmäßigen Triebwerkstest eine Falcon-9 explodierte. Während der etwas mehr als ein Jahr dauernden Reparaturarbeiten wickelte SpaceX seine Starts in Cape Canaveral vom benachbarten Launch Complex 39A aus ab. Das Unternehmen nutzt außerdem eine Startrampe auf der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien.

(29. November 2017, Mittwoch)

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