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24.11.2014

Besatzung der ISS wieder komplett: Sojus TMA-15M bringt Crew und Kaviar

Seit heute Morgen ist die Besatzung der ISS wieder komplett. Nach weniger als sechs Stunden Flug hat ein Sojus-Raumschiff ohne Probleme an der Station angedockt. Mit an Bord war die Esa-Astronautin Samantha Cristoforetti, die im All die Arbeit von Alexander Gerst fortsetzen wird.

Um eine Minute nach Mitternacht Ortszeit in Baikonur, bei uns war es da 22.01 Uhr, ist gestern Abend Sojus TMA-15M pünktlich zur Raumstation ISS gestartet. Das Raumschiff sollte Sojus-Kommandant Anton Schkaplerow, die Esa-Astronautin Samantha Cristoforetti und den Nasa-Astronauten Terry Virts zur Station bringen. Der Start verlief ohne Probleme, die beiden Astronauten hatten während der Startphase sogar Zeit, in die Kamera zu winken und aus dem Fenster zu schauen, bis nach knapp zehn MInuten der kleine Eisbär in der Kabine aus dem Blickfeld der Kameras flog - das Zeichen dafür, dass die Mannschaft die Schwerelosigkeit erreicht hatte.

Auch der weitere Anflug verlief wie geplant. Eine zweitägige Wartezeit wie bei Sojus TMA-12M, als ein Bahnmanöver nicht rechtzeitig ausgeführt wurde, um den schnellen Kurs mit nur vier Erdumkreisungen zu ermöglichen, blieb den drei Raumfahrern erspart. Auch beide Sonnenpanele klappten wie vorgesehen kurz nach dem Start aus, beim Raumschiff Sojus TMA-14M, mit dem die Kollegen der neuen Crewmitglieder zur ISS flogen, hatte ein Sonnensegel geklemmt und entfaltete sich plötzlich kurz nach dem Anlegen.

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Nach 5.48 Stunden Flugzeit meldeten die Kosmonauten den Kontakt zwischen Sojus TMA-15M und dem Andockstutzen am Modul Rasswjet, damit war das Raumschiff sogar ein paar Minuten früher da als geplant. ISS-Kommandant Barry Wilmore und die beiden russischen Kosmonauten Jelena Serowa und Alexander Samokutjajew begrüßten rund eine Stunde später als erstes Samantha Cristoforetti, die als 216. Mensch die Station besucht, ihr folgten Schkaplerow und Virts.

Damit hat die ISS wieder ihre Sollstärke von sechs Besatzungsmitgliedern erreicht, sie bilden über den Jahreswechsel hinweg bis Mitte März die ISS-Expedition 42. Auch für die neue Crew stehen nach einer kurzen EIngewöhnungszeit wieder Dutzend Experimente auf dem Arbeitsplan, Cristoforetti nimmt unter anderem die Arbeit mit dem neuen Schmelzofen in Angriff, den Alexander Gerst nach dessen Eintreffen mit dem ATV Georges Lemaître im europäischen Modul Columbus installiert und anschließend getestet hatte.

Für die Feier zum Jahreswechsel haben die Planer der Mission den sechs Raumfahrern auch ein wenig Luxus gegönnt. In der Orbitalsektion des Sojus-Raumschiffs, die nicht nur den Kopplungsadapter trägt, sondern beim Hinflug für den Transport von Fracht genutzt wird, gehörten auch 450 Gramm Kaviar zum Gepäck.

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