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04.12.2017

Besatzungen von Sojus MS-07 landen in Baikonur

Knapp zwei Wochen vor dem Start von Sojus MS-07 sind die beiden Besatzungen des Raumschiffs in Baikonur angekommen. Auf der Raumstation ISS bereitet die derzeitige Crew derweilen das Ablegen des Raumfrachters Cygnus OA-8 vor.

Im Sternenstädtchen bei Moskau haben die Hauptmannschaft und die Ersatzcrew von Sojus MS-07 in der vergangenen Woche ihre Abschlussprüfungen erfolgreich absolviert, am Montag sind die beiden Teams nach Baikonur gereist. Am 17. Dezember um 8.19 Uhr MEZ sollen Anton Schkaplerow, Scott Tingle und Norishige Kanai zur Raumstation ISS starten. Eine Trägerrakete Sojus-FG bringt sie in etwa zehn Minuten in die Erdumlaufbahn, nach vier Erdumkreisungen soll das Raumschiff an der ISS andocken. Sollte einer der drei Raumfahrer in den nächsten Tagen krank werden oder aus einem anderen Grund den Flug nicht antreten können, übernimmt die Ersatzcrew mit Sergej Prokopjew, Alexander Gerst und Jeanette Epps.

Die neue Mannschaft, die für etwa vier Monate im All bleibt, wird dann die ISS-Expedition 54 komplettieren, die am 14. Dezember mit dem Ablegen von Sojus MS-05 beginnt. Mit diesem Raumschiff kehren Sergej Rjasanski, Randolph Bresnik und Paolo Nespoli zur Erde zurück.

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Derweilen haben Mark Vande Hei und Joseph Acaba - sie bleiben mit Alexander Misurkin auf der Station - den Umgang mit Canadarm2 geübt. Am Mittwoch besteht ihre Aufgabe zunächst darin, den Raumfrachter Cygnus OA-8 wieder in einer eigenen Umlaufbahn auszusetzen. Das Transportschiff war am 14. November angekommen, nach dem Entladen der Fracht wurde es mit nicht mehr benötigter Ausrüstung und anderen Abfällen beladen. Zunächst wird es am Dienstag mit dem Roboterarm abgekoppelt und dann für Kommunikationsexperimente genutzt.

Nach der Freigabe, die am Mittwoch, 6. Dezember, gegen 14.10 Uhr MEZ erfolgen soll, steuert Cygnus OA-8 in eine Umlaufbahn in etwa 500 Kilometer Höhe, also rund 100 Kilometer oberhalb der ISS. Dort ist das Aussetzen mehrerer Cubesats geplant. Danach steuert die Bodenkontrolle des Herstellers Orbital ATK den Frachter über dem Südpazifik in die dichten Schichten der Erdatmosphäre, wo er weitgehend verglüht. Falls einzelne Bauteile diese heiße Phase des Wiedereintritts überstehen, stürzen sie in einer Region mit wenig Schiffs- und Flugverkehr in den Ozean.

Der im Moment von Cygnus belegte Kopplungsstutzen des Moduls Unity bleibt nicht lange leer. Bereits am Freitag, 8. Dezember, um 19.20 Uhr MEZ startet mit Dragon CRS-13 das nächste Frachtraumschiff. Wiederum sind es Vande Hei und Acaba, die es am Sonntag gegen 12 Uhr unserer Zeit mit Canadarm2 einfangen werden.

(04. Dezember 2017, Montag)

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