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31.01.2015

Boeing will Astronauten mit Atlas 5-Rakete starten

Vor wenigen Tagen hat die Nasa bekanntgegeben, dass zunächst Boeing mit seinem Raumschiff CST-100 einen Testflug zur ISS unternehmen wird. Der Raumfahrtkonzern hat entschieden, die beiden ersten Missionen mit einer Atlas 5-Rakete durchzuführen.

Mit Boeing und SpaceX entwickeln derzeit zwei Unternehmen Raumschiffe im Auftrag der Nasa, mit denen in zwei bis drei Jahren wieder von amerikanischem Boden aus Astronauten zur Raumstation ISS fliegen sollen. Den ersten Testflug wird dabei das Raumschiff CST-100 durchführen, geplant ist derzeit ein Starttermin Mitte 2017.

Bereits jetzt wird auf dem Startkomplex 41 des Luftwaffenstützpunkts in Cape Canaveral neu- und umgebaut. An der Startrampe entsteht derzeit ein neuer Versorgungsturm, der für den bemannten Betrieb ausgestattet ist. Schließlich müssen die Raumfahrer vor dem Start in ihr Raumschiff gelagen, außerdem muss der Turm Einrichtungen enthalten, um die Crew in einem Notfall schnell retten zu können. Anfang 2017 soll die Anlage einschließlich einer Rakete mit einem CST-100-Erprobungsmodell bei einem Übungsszenario getestet werden.

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Die ersten beiden Testflüge von CST-100 in eine Erdumlaufbahn sollen Mitte 2017 stattfinden. Beim ersten Einsatz wird das Raumschiff noch ohne Besatzung fliegen, der zweite Flug soll bereits mit mindestens einem Testpiloten von Boeing und einem Astronauten der Nasa zur Raumstation ISS führen. Dabei soll das komplette Missionsprofil erprobt werden, das für die Annäherung und das Andocken an die ISS angewendet wird.

Für die neuen Raumschiffe muss die Station umgebaut werden, sie erhält zwei neue Andockstutzen, an denen CST-100 und Dragon V2 für mehrere Monate angekoppelt bleiben können. Mit drei Weltraumausstiegen wird die aktuelle Crew der ISS in den nächsten Tagen die Installation dieser Andockstutzen vorbereiten.

Keine Überraschung ist es, dass sich Boeing bei der Startrakete für die CST-100-Missionen für die Atlas 5 entschieden hat. Dieser Raketentyp wird von der United Launch Alliance vermarktet, einem Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin. Die ersten beiden Flüge wurden inzwischen fest gebucht. Der unbemannte Test wird der 76. Start einer Atlas 5 sein, die bemannte Mission der 80. Start.

Etwas später wird auch der Mitbewerber SpaceX mit Dragon V2, einer Weiterentwicklung seines erfolgreichen Raumfrachters Dragon, eine Testmission zur ISS durchführen. Es gehört zu den Vertragsbedingungen, dass bei diesen Testflügen ein Nasa-Astronaut mit an Bord ist, der die Funktion der neuen Raumschiffe erprobt.

Neben den beiden Vertragspartnern der Nasa entwickelt derzeit die Sierra Nevada Corporation den Dream Chaser weiter, der bei der Auftragsvergabe nicht zum Zug gekommen war. Falls die Entwicklung erfolgreich abgeschlossen wird, könnte das Unternehmen erstmals einen Raumflug mit Personal durchführen, das nicht von einer staatlichen Raumfahrtagentur gestellt wird.

  • Für heute um 15.20 Uhr MEZ ist der dritte Startversuch für den Erdbeobachtungssatelliten SMAP geplant. Am Donnerstag herrschten zu starke Höhenwinde über dem Startplatz Vandenberg, gestern mussten kleine Schäden an der Trägerrakete Atlas 5 repariert werden.
  • Am Sonntag um 2.21 Uhr MEZ soll eine H-2A-Rakete einen militärischen Beobachtungssatelliten des Typs IGS vom japanischen Startplatz in Tanegashima ins All bringen.
  • Ebenfalls für Sonntag ist der Start einer Proton M-Rakete von Baikonur aus geplant. Um 13.31 Uhr MEZ soll sie den britischen Telekommunikationssatelliten Inmarsat 5-F2 ins All bringen.

(31. Januar 2015, Samstag)

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