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12.11.2017

Cygnus startet erfolgreich, Dream Chaser landet erfolgreich

Einen Tag später als geplant ist der Raumfrachter Cygnus OA-8 Gene Cernan zur Raumstation ISS gestartet. Am Dienstag wird Paolo Nespoli des Transportschiff einfangen. In Kalifornien ist ein Prototyp des Dream Chaser nach einem Gleitflug sicher gelandet. Er wurde aus 3000 Meter Höhe abgeworfen.

Mit rund 3,2 Tonnen Nachschub ist der Raumfrachter Cygnus OA-8 Gene Cernan auf dem Weg zur Raumstation ISS, er startete einen Tag später als geplant. Um 13.19 Uhr MEZ, am Ende des fünfminütigen Startfensters, hob die zweistufige Trägerrakete Antares in Wallops Island ab und setzte das Frachtschiff wenig später in einer vorläufigen Umlaufbahn zwischen 200 und 330 Kilometer Höhe aus. Am frühen Abend unserer Zeit bestätigte Hersteller Orbital ATK, dass nach dem Ausklappen der Solarpanele, mit denen der Transporter bis zum Andocken an die ISS mit Energie versorgt wird, auch das erste Bahnmanöver erfolgreich durchgeführt wurde.

Zunächst fliegt der Cygnus-Frachter auf einer niedrigeren Bahn hinter der ISS her und korrigiert schrittweise seine Flugbahn nach oben. Er soll am Dienstag, 14. November, an der Station ankommen, mithilfe von Canadarm2 wird Esa-Astronaut Paolo Nespoli ihn einfangen. Das Transportschiff bleibt diesmal nur für etwa drei Wochen angekoppelt, die bisherigen Raumschiffe dieses Typs blieben meist für etwa einen Monat im All. In dieser Zeit wird es von der ISS-Expedition 53 entladen und zum Abschluss mit beendeten Experimenten, nicht mehr benötigter Ausrüstung und anderen Abfällen gefüllt. Für einige Tage dient der unter Druck stehende Frachtraum außerdem als zusätzliches Forschungslabor.

Bereits am 4. Dezember soll Cygnus OA-8 wieder von der Raumstation ablegen, der Transporter macht damit Platz für den nächsten Raumfrachter Dragon des Mitbewerbers SpaceX, der am selben Tag mit einer Falcon-9 startetn soll. Bevor Cygnus gezielt über dem Südpazifik zum Absturz gebracht wird und dabei überwiegend in der Erdatmosphäre verglüht, hat das Frachtschiff noch eine andere Aufgabe zu erfüllen. Die Bodenkontrolle von Orbital ATK wird es zunächst in eine Umlaufbahn von 500 Kilometer Höhe steuern, etwa 100 Kilometer oberhalb der ISS-Bahn. Dort wird aus einem außen liegenden Frachtraum gut ein Dutzend Cubesats ausgesetzt.

Neben den Raumfrachtern Cygnus und Dragon will die Nasa künftig auch den von der Sierra Nevada Corporation entwickelten Dream Chaser für die Versorgung der ISS nutzen. Ein Prototyp des Raumgleiters, der an der Spitze einer klassischen Trägerrakete startet, wurde am Samstag von einem Hubschrauber in eine Höhe von etwa 3000 Meter gebracht und dort abgeworfen. Nach einem Gleitflug setzte das unbemannte Fluggerät auf einer Landebahn der Luftwaffenbasis Edwards in Kalifornien sicher auf. Dort hatte es bereits in den vergangenen Woche umfangreiche Rolltests sowie ebenfalls an leistungsfähigen Lastenhubschraubern hängend Flugtests in der Atmosphäre absolviert. Ein erster Start zu einem Testflug in den Weltraum soll 2020 mit einer Atlas-5 552 erfolgen, der leistungsstärksten Version dieser Trägerrakete, die von der United Launch Alliance gebaut und vermarktet wird.

(12. November 2017, Sonntag)

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