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13.02.2015

Drei neue Besatzungen für die Raumstation ISS ernannt

Zwei Frauen und zehn Männer haben die Raumfahrtagenturen, die gemeinsam die ISS betreiben, für die ISS-Expeditionen 48 bis 50 benannt. Esa-Astronaut Thomas Pesquet kann bei seinem ersten Raumflug auf die Erfahrung der ersten ISS-Kommandantin vertrauen.

Schon seit einigen Monaten bereitet sich ein Dutzend Kosmonauten und Astronauten darauf vor, gemeinsam zur Raumstation ISS zu starten. Doch die Zusammenstellung der Mannschaften war bislang noch nicht endgültig festgelegt. Diese musste erst von den Verantwortlichen der Raumfahrtagenturen bestätigt werden, die gemeinsam die Internationale Raumstation ISS betreiben, was Anfang der Woche erfolgte.

Für das erste Trio bleibt damit noch etwas mehr als ein Jahr Vorbereitung auf den Flug zur ISS, es soll Ende März 2016 starten. Ungewöhnlich ist dabei die Aufgabenverteilung beim Flug zur ISS - mit Alexej Owtschinin sitzt der einzige Weltraumneuling auf dem Stuhl des Sojus-Kommandanten. Ihn begleiten Oleg Skripotschka, der zu seinem zweiten Flug startet, und Jeffrey Williams, der Nasa-Astronaut kann bereits auf die Erfahrung von drei Raumflügen zurückgreifen. Doch mit Sojus MS kommt erstmals eine weiterentwickelte Variante des bewährten russischen Raumschifftyps zum Einsatz, für das der neue Kommandant gezielt ausgebildet wurde. Die drei Raumfahrer gehören zunächst zur ISS-Expedition 47.

Anschließend übernimmt mit Williams der erfahrenste Astronaut bei seinem vierten Raumflug das Kommando auf der ISS und wird Chef der ISS-Expedition 48. Mit Sojus TMA-20M, dem letzten Schiff dieser Entwicklungsstufe, fliegen Ende Mai 2016 Anatoli Iwanischin, Kate Rubins und Takuya Onishi zur ISS. Der Russe arbeitete bereits vor drei Jahren für mehrere Monate auf der Station, für die Nasa-Astronautin und den japanischen Raumfahrer ist es der erste Flug ins All. Iwanischin wird danach Kommandant der ISS-Expedition 49.

Erneut wird das Zubringerschiff, diesmal Sojus MS-02, von einem Weltraumneuling kommandiert. Sergej Ryshikow ist wie Owtschinin bereits als Kommandant für den neuen Raumschifftyp Sojus MS ausgebildet, der mit dem neuen Kopplungssystem Kurs-NA ausgestattet ist. Jeweils ihren zweiten Raumflug absolvieren Andrej Borissenko und Shane Kimbrough. Diese drei Raumfahrer bilden zunächst ab November 2016 die ISS-Expedition 50.

Mit dem Start von Sojus MS-03 wird diese am Monatsende wieder auf sechs Raumfahrer aufgestockt. Dabei startet der Esa-Astronaut Thomas Pesquet zu seinem ersten Raumflug, der etwa sechs Monate dauern wird. Von der bislang letzten Astronautenklasse der Esa, zu der auch Alexander Gerst und Samantha Cristoforetti gehörten, werden dann alle Astronauten einen Raumflug absolviert haben. Der Franzose kann bei seinem ersten Flug auf die Erfahrung seiner beiden Teamkollegen vertrauen. Sojus-Kommandant Oleg Nowizki arbeitete bereits 2012/2013 für ein halbes Jahr auf der ISS. Die Nasa-Astronautin Peggy Whitson hat zwei Langzeitmissionen auf der Internationalen Raumstation absolviert. Bei ihrem zweiten Flug 2007/2008 im Rahmen der ISS-Expedition 16 war sie die erste Frau, die auf der Raumstation ISS das Kommando hatte.

(13. Februar 2015, Freitag)

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