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19.01.2015

Esa testet Landegerät IXV

In vier Wochen will die Esa ein experimentelles Raumfahrzeug starten, mit dem sie Rückkehrtechnologien untersucht. Eine kleine Vega-Rakete soll das IXV von Kourou aus zu einem suborbitalen Flug in mehr als 400 Kilometer Höhe bringen.

Mehrfach hat es bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa Konzepte für Raumflugkörper gegeben, die aus einer Umlaufbahn wieder zur Erde zurückkehren können. Umgesetzt wurde bislang keines dieser Projekte. Mit dem Raumtransporter ATV haben die Europäer mittlerweile allerdings mit großem Erfolg unter Beweis gestellt, dass sie ein Raumschiff bauen können, in dem im Weltraum auch Menschen leben können.

Um Material oder gar Astronauten zurückbringen zu können, wie das derzeit bei Flügen zur ISS nur mit dem Raumfrachter Dragon und den Sojus-Raumschiffen möglich ist, fehlt den Europäern bislang jedoch die Technologie. Diese soll mit dem Intermediate Experimental Vehicle IXV erprobt werden.

Von Kourou aus startet dazu am 11. Februar eine Vega, derzeit die kleinste von der Esa genutzte Trägerrakete. Sie bringt das IXV in etwa 320 Kilometer Höhe, von dort steigt es aus eigener Kraft noch einmal bis auf 420 bis 450 Kilometer. Das etwa zwei Tonnen schwere Raumfahrzeug von der Größe eines Mittelklassewagens kehrt dann zur Erde zurück und tritt mit etwa 7,5 Kilometer pro Sekunde in die dichten Schichten der Atmosphäre ein. Vor allem diese Phase ist für die Konstrukteure von Bedeutung, wollen sie doch damit die Materialien zum Schutz vor der Hitze testen und das Verhalten des Flugkörpers bei Geschwindigkeiten im Hyperschallbereich erproben.

Etwa 100 Minuten nach dem Start ist die Landung an Fallschirmen hängend im Pazifik geplant. Das Bergungsschiff Nos Aries liegt derzeit in Panama und wird sich am 25. Januar auf den Weg zum Zielpunkt machen.

Der Testflug des IXV sollte bereits im vergangenen Herbst stattfinden. Um die geplante Zielregion im Pazifik zu erreichen, sollte die Vega-Rakete eine andere Flugbahn als bei bisherigen Starts nutzen. Kurz vor dem Starttermin waren Sicherheitsbedenken aufgekommen, möglicherweise hätten bei einem Fehlstart Teile der Rakete auf bewohntes Gebiet stürzen können.

Eine ähnliche Mission hat die Nasa heute vor 50 Jahren durchgeführt. Die amerikanische Raumfahrtagentur testete am 19. Januar 1965 mit einem unbemannten suborbitalen Flug das Raumschiff Gemini.

(19. Januar 2015, Montag)

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