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27.11.2017

Esa und Dänemark schicken Cubesats zum Start nach China

Zwei ähnlich aufgebaute Cubesats schicken die Esa und das dänische Verteidigungsministerium nach China. GomX 4A und GomX 4B sollen am 1. Februar als Passagiere mit einer Langer Marsch 2D starten. Die Hauptnutzlast Zhangheng 1 soll die Warnung vor Erdbeben verbessern.

Mit jeweils etwas mehr als sechs Kilogramm zählen GomX 4A und GomX 4B unter den Cubesats zu den Schwergewichten. Sie gehören zur Kategorie der 6U-Cubesats mit den Maßen 10x20x30 Zentimeter. Der Grundaufbau der beiden kleinen Satelliten ist ähnlich, sie werden nach dem Start auch gemeinsam für Experimente genutzt. Separat nutzt das Verteidigungsministerium von Dänemark GomX 4A, um unter anderem die arktischen Gebiete des Königreichs zu beobachten, zu denen Grönland gehört. Daher erhielt der Satellit nach Angaben von Gunter's Space Page auch zusätzlich die Bezeichnung Ulloriaq, das grönländische Wort für Stern.

GomX 4B wird im Auftrag der europäischen Raumfahrtagentur Esa ins All geschickt. Die Kamera Hyperscout erfasst die Erdoberfläche in 45 verschiedenen Spektralbereichen und sammelt damit Umweltdaten. Weil die Datenmenge für eine direkte Übertragung zur Erde zu groß wäre, wird das Gerät bereits vor dem Abschicken die Aufnahmen teilweise auswerten. Außerdem hat der Cubesat ein neues System zur Sternbeobachtung an Bord, mit dem er seine Lage im Raum bestimmen kann.

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Die wichtigste Aufgabe von GomX 4A und GomX 4B ist jedoch der Test neuer Kommunikationstechnik, die sowohl Daten zwischen den beiden Satelliten übertragen soll als auch die Verbindung zur Bodenkontrolle hält. Nach dem Aussetzen sollen sie zunächst unabhängig voneinander ihre eigene Position bestimmen und dann ihre Antennen für die Kommunikation miteinander sowie mit der Erde ausrichten. Schrittweise entfernen sie sich auf eine Entfernung von bis zu 4500 Kilometer, dabei sollen sie regelmäßig Daten austauschen. Bewährt sich das Verfahren, könnten zehn solcher Kleinstsatelliten auf einer Bahnebene rund um die Erde verteilt werden. Diese reichen dann ihre Daten wie einen Staffelstab weiter bis zu der Raumsonde, die sich gerade im Empfangsbereich einer Bodenstation befindet, diese übermittelt dann die Informationen zur Erde.

Anfang Dezember sollen die beiden kleinen Raumsonden nach China zum Kosmodrom Jiuquan transportiert und dort für den Start mit einer Langer Marsch 2D vorbereitet werden. Neben weiteren Kleinsatelliten sind sie Passagiere beim Start von Zhangheng 1 ( CSES 1- China Seismo-Electromagnetic Satellite 1), der für den 1. Februar 2018 geplant ist. Mit dem 750 Kilogramm schweren Satelliten wollen chinesische Forscher in der Ionosphäre, einer elektrisch aktiven Schicht der Atmosphäre, elektromagnetische Signale erfassen, die Hinweise auf ein sich anbahnendes Erdbeben geben könnten.

(27. November 2017, Montag)

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