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22.05.2015

Fotos der Sonden Dawn, New Horizons und Rosetta lassen Forscher rätseln

Für drei Weltraumsonden läuft seit einigen Wochen die wichtigste Phase ihrer Mission. Sie erforschen den Asteroid Ceres, den Komet 67P "Tschuri" und den Zwergplanet Pluto.

Es ist ein Rätsel, das die Raumsonde Dawn den Wissenschaftlern auf der Erde liefert. Nachdem sie vor einigen Wochen in eine Bahn um Ceres eingeschwenkt ist, hat sie den Asteroiden inzwischen einmal komplett umrundet und seine Oberfläche fotografiert. Dabei zeigte sich, dass die bislang erkennbaren hellen Flächen aus mehreren hellen Flecken bestehen. Sicher ist bislang, dass dort Material an der Oberfläche liegt, das die Sonnenstrahlen besser reflektiert als das umgebende Material. Bei den Aufnahmen aus rund 7000 Kilometer Entfernung ist bislang aber noch nicht erkennbar, ob es sich bei dem hellen Material um Eis handelt.

Noch einige Wochen wird es dauern, bis die Sonde New Horizons die nächste Annäherung zum Pluto erreicht, das soll Mitte Juli passieren. Inzwischen ist sie dem Zwergplaneten bis auf rund 100 Millionen Kilometer nahe gekommen, so dass man Einzelheiten der Oberfläche erkennen kann. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass es auch auf dem Pluto an den Polkappen helle Bereiche gibt, wobei diese Fläche an einer Polkappe deutlich größer ist. Ob es sich dabei um Eis handelt, wird erst der nahe Vorbeiflug zeigen können. Genauer vermessen hat die Sonde auch die Bewegung von Pluto und seines größten Begleiters Charon, beide Himmelskörper kreisen in 6,4 Tagen einmal um ein sogenanntes Baryzentrum, einen gemeinsamen Massenmittelpunkt.

Die Esa-Sonde Rosetta setzt die Untersuchung des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko fort. Auf Fotos der Oberfläche wurde ein großer Felsbrocken entdeckt, der nur noch auf einer schmalen Kante balanciert und in eine Schlucht zu stürzen droht. Ein Rätsel ist, wie dieser Brocken entstanden ist und ob er umkippt, wenn der Komet bei der weiteren Annäherung an die Sonne Material abgibt. Vom Landeapparat Philae hat die Sonde dagegen keine Nachricht empfangen.

  • Gestern ist am frühen Abend wie geplant ein Raumfrachter Dragon im Pazifik südwestlich von Kalifornien gelandet. Die Kapsel brachte rund 1,4 Tonnen Fracht von der Raumstation ISS wieder zur Erde zurück, dabei handelt es sich vor allem um Proben von Experimenten, die nun weiter untersucht werden.
  • Am Samstag ist die Raumstation ISS auf ihrem Weg von West nach Ost in der Zeit von 4.10 Uhr bis 4.17 Uhr MESZ zu sehen. Von Augsburg aus müssen Beobachter in Richtung Norden schauen, von Berlin aus in Richtung Süden. Zuvor fliegt die Station über Paris hinweg, beim Blick von Augsburg erreicht sie den höchsten Punkt ihrer Bahn um 4.14 Uhr, wenn sie Thüringen erreicht, wenig später ist sie von Warschau aus fast im Zenit zu entdecken.

(22. Mai 2015, Freitag)

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