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22.04.2015

Frachtarbeit auf der ISS und Sternschnuppen am Earth Day

Nach der Ankunft von Dragon hat die Besatzung der ISS mit dem Entladen des Raumfrachters begonnen. Parallel dazu beladen die Raumfahrer Progress M-25M mit Abfall. Heute wird weltweit der Earth Day begangen - und ein Komet schickt dazu Sternschnuppen.

Viel Arbeit mit dem Ent- und Beladen von Raumfrachtern hat derzeit die ISS-Expedition 43. Seit dem vergangenen Wochenende wird der Raumfrachter Dragon entladen, der zahlreiche wissenschaftliche Experimente zur Raumstation ISS transportiert hat. Parallel befüllen die Raumfahrer Progress M-25M mit nicht mehr benötigter Ausrüstung, gebrauchter Kleidung und anderem Abfall. Vor knapp einem halben Jahr, am 29. Oktober 2014, war der Raumfrachter zur ISS gestartet und hatte nach sechs Stunden Flug angekoppelt. Er soll die Station am kommenden Samstag, 25. April, verlassen und anschließend in der Erdatmosphäre verglühen. In Baikonur laufen bereits die Vorbereitungen für den Start von Progress M-27M, das Raumschiff soll in der nächsten Woche rund drei Tonnen Nachschub zur ISS bringen.

Heute wird weltweit mit vielen Aktionen der Tag der Erde - auf englisch Earth Day - begangen. Das wichtigste Ziel besteht darin, die natürliche Umwelt unseres Planeten zu schützen. Vor 45 Jahren wurde der 22. April zunächst in den USA zum Earth Day deklariert und erreichte bereits damals mehrere Millionen Menschen. Seit nunmehr 25 Jahren ist der Aktionstag weltweit etabliert, in den vergangenen Jahren gab es in mehr als 170 Ländern zahlreiche Veranstaltungen. Ausnahmslos alle Raumfahrer, unabhängig ihrer nationalen Herkunft, haben nach ihren Flügen die beeindruckende Schönheit unseres Planeten geschildert, der aus dem All verletzlich wirkt und auf dem keine Grenzen sichtbar sind. Die Nasa hat zum Earth Day dazu aufgefordert, Bilder oder Videos vom schönsten Platz auf Erden zu übermitteln.

Tausende kleine Sandkörnchen erreichen in diesen Stunden unseren Planeten. Es sind kleine Himmelskörper von der Größe eines Sandkorns, die vom Kometen C/1861 G1 (Thatcher) stammen, sie verglühen beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Sie kommen scheinbar aus dem Sternbild Leier (lateinisch Lyra), daher wird dieser Strom von Sternschnuppen Lyriden genannt. Noch bis Samstag rechnen die Astronomen damit, dass vor allem in den Morgenstunden zwischen drei und 18 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten sind.

  • Heute ist von Süddeutschland aus noch einmal die Beobachtung der Raumstation ISS möglich. Sie erscheint (Angaben für Standort Augsburg) gegen 20.47 Uhr MESZ im Westen und ist dann auf dem Weg in Richtung Süden bis etwa  20.52 Uhr sichtbar. Den höchsten Punkt ihrer Flugbahn erreicht sie bei einer Höhe von nur 17 Grad über dem Horizont um 20.49 Uhr.

(22. April 2015, Mittwoch)

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