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21.02.2015

Für das Raumschiff CST-100 wird ein neuer Startturm gebaut

Bislang sind vom Space Launch Complex 41 in Cape Canaveral nur unbemannte Missionen ins All gestartet. Für das Raumschiff CST-100, das an der Spitze einer Atlas 5 Astronauten zur ISS befördern soll, wird jetzt ein neuer Startturm gebaut.

Es ist das erste Mal seit den 1960er Jahren, dass in Cape Canaveral ein Versorgungsturm für bemannte Raumflüge komplett neu errichtet wird. Benötigt wird er für das Raumschiff CST-100, das Boeing im Rahmen des Commercial Crew Program entwickelt und mit dem an der Spitze einer Atlas 5-Rakete in zwei Jahren erstmals wieder Astronauten von amerikanischem Boden aus ins Weltall starten sollen. Am Freitag wurde mit einer Zeremonie offiziell mit dem Bau des Startturms auf dem Areal des Space Launch Complex 41 (SLC41) begonnen.

Bereits seit mehr als zwölf Jahren startet die United Launch Alliance (ULA), ein Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin, vom SLC41 aus ihre Atlas 5-Raketen. Es ist derzeit eine der Raketen mit den meisten Einsätzen für amerikanische Weltraummissionen. Die Startanlagen sind jedoch nicht darauf ausgelegt, die Rakete für eine bemannte Mission vorzubereiten.

Aus diesem Grund bauen Boeing und ULA einen neuen Startturm. Dieser wird etwas mehr als 60 Meter hoch sein und auf dem Gelände eines der auffälligsten Bauwerke sein. Bislang gibt es rund um die Startplattform nur vier Flutlichtmasten sowie etwa einen halben Kilometer südlich die Vertical Integration Facility, in der die Endmontage der Atlas 5 und ihrer Nutzlast stattfindet. Da die Rakete nicht mit den Astronauten an Bord zum Startplatz gefahren und dann betankt werden kann, muss der neue Turm einen Zugang zum Raumschiffeinstieg beherbergen. Außerdem bekommt er Einrichtung für eine Notevakuierung, so dass Menschen, die in oder an der Rakete arbeiten, bei einem Unfall schnell in Sicherheit gebracht werden können.

Die Bauarbeiten sollen etwa 18 Monate dauern, sie werden dabei immer wieder unterbrochen. Der Grund dafür ist der laufende Startbetrieb mit der Atlas 5, der durch den Bau nicht beeinträchtigt werden soll. Daher wurde der Startturm so konstruiert, dass seine einzelnen Module vormontiert und am SLC41 nur noch aufeiandergesetzt und miteinander verbunden werden.

  • Heute findet der erste von drei Weltraumausstiegen statt, die bis Anfang März geplant sind. Barry Wilmore und Terry Virts verlassen die Raumstation ISS, um Stromkabel und Datenleitungen zu verlegen, die für neue Kopplungsstutzen benötigt werden, außerdem installieren sie neue Antennen, mit denen die Station und die anfliegenden Raumschiffe CST-100 und Dragon V2 Verbindung aufnehmen. Der Ausstieg kann im Livestream der Nasa beobachtet werden.

(21. Februar 2015, Samstag)

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