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21.08.2017

Iran testet Rakete für den Start von Satelliten in den niedrigen Erdorbit

Ende Juli hat Iran eine neue Rakete getestet, mit der Satelliten in einen niedrigen Erdorbit transportiert werden sollen. Die Simorgh genannte Trägerrakete startete vom Imam Khomeini Space Center, das damit offiziell in Betrieb genommen wurde. Eine Nutzlast war vermutlich nicht an Bord.

Am 27. Juli hat Iran nach eigenen Angaben eine Trägerrakete Simorgh erfolgreich erprobt, die künftig Satelliten in einen niedrigen Erdorbit transporieren soll. Mit dem Test wurde das Imam Khomeini Space Center offiziell in Betrieb genommen, das im Norden Irans in der Provinz Semnan liegt. Dieses Raumfahrtzentrum bietet demnach die notwendigen Einrichtungen, um Raketen für eine Mission ins All zu montieren, sie zu starten und danach die Flugkontrolle des transportierten Satelliten zu übernehmen. Es war der zweite Startversuch der zweistufigen Rakete, die aber offenbar noch keine Nutzlast an Bord hatte. Über die Höhe des erreichten Apogäums wurden keine Angaben gemacht. Sie soll bis zu 250 Kilogramm schwere Satelliten in einen niedrigen Erdorbit von etwa 500 Kilometer Höhe bringen können. Iran betont, dass der Simorgh-Start wissenschaftlichen Zwecken dient, während internationale Beobachter dahinter die Entwicklung einer ballistischen Interkontinentalrakete vermuten, die für einen militärischen Einsatz gedacht ist.

Der erste Start einer Simorgh erfolgte nach verschiedenen Quellen am 19. April 2016, sowohl russische wie auch amerikanische Beobachter registrierten damals den Start einer ballistischen Rakete. Vermutlich war der Test nur zum Teil erfolgreich, er wurde nicht offiziell bestätigt. Die Entwicklung der Simorgh, deren Name von einem Riesenvogel der persischen Mythologie stammt, hatte 2010 der damalige iranische Präsident Ahmadinedschad angekündigt. Nach dem erfolgreichen Test der Trägerrakete könnten einem Bericht von The Drive zufolge in den nächsten Monaten bis zu drei Kommunikations- bzw. Erdbeobachtungssatelliten gestartet werden.

Iran hat seit 2009 mit Trägerraketen des Typs Safir vier eigene Satelliten in eine Erdumlaufbahn transportiert. Der bislang letzte Start fand am 3. Februar 2015 statt, als eine Safir den etwa 50 Kilogramm schweren Erdbeobachtungssatelliten Fadschr in eine Umlaufbahn von rund 450 Kilomter brachte.

(21. August 2017, Montag)

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