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23.11.2017

Jaxa schickt Soichi Noguchi zum dritten Mal ins All

Zwei Raumflüge hat Soichi Noguchi bereits absolviert, in zwei Jahren soll er zum dritten Mal ins All starten. Die japanische Raumfahrtagentur Jaxa hat ihn für die ISS-Expedition 62/63 ausgewählt. Noch offen ist, ob er erneut mit einem Sojus-Raumschiff startet.

Bereits in diesen Tagen beginnt der japanische Astronaut Soichi Noguchi mit dem Training für seinen dritten Raumflug. Dieser soll Ende 2019 beginnen - etwa zehn Jahre nach seinem bislang letzten Start ins All. Am 7. November informierte die Jaxa, die Weltraumagentur Japans, über die Auswahl des Astronauten für die ISS-Expedition 62/63, die etwa sechs Monate dauern soll.

Der 52-jährige Noguchi ist mit 177 Tagen im All einer der erfahrensten Raumfahrer seines Landes und hat bei drei Weltraumausstiegen auch bereits mehr als 20 Stunden im freien Weltraum gearbeitet. Diese Einsätze absolvierte er bei seinem ersten Flug mit dem Space Shuttle Discovery im Sommer 2005, die Mission STS-114 war der erste Start einer amerikanischen Raumfähre nach dem Columbia-Unglück. Am 20. Dezember 2009 flog Noguchi als erster Japaner mit einem Sojus-Raumschiff zur Raumstation ISS, er bildete mit Oleg Kotow und Timothy Creamer die Besatzung von Sojus TMA-17 sowie der Langzeitmission der ISS-Expedition 22/23. Die drei Raumfahrer landeten am 2. Juni 2010.

Mit wem Noguchi in zwei Jahren zur ISS fliegen wird, ist noch nicht entschieden. Zunächst wird er sich auf das Training mit einer russischen Sojus konzentrieren, dieser Raumschifftyp hat mittlerweile zwei weitere Entwicklungsstufen erreicht. Möglicherweise wird er aber sogar beim dritten Start im dritten Raumschiff sitzen, falls der Crew-Austausch in zwei Jahren bereits mit einem der neuen amerikanischen Typen Crew Dragon oder CST-100 Starliner erfolgt.

Bei der Gesamtflugdauer könnte Noguchi den bisherigen japanischen Rekordhalter Koichi Wakata überholen, der bei vier Raumflügen bislang für 347 Tage im Weltraum arbeitete und im März 2014 als erster Japaner ISS-Kommandant wurde. Bislang haben die japanische Raumfahrtagentur Jaxa und ihre Vorgängerorganisation Nasda zwei Frauen und acht Männer ins All geschickt. Der elfte Jaxa-Astronaut Norishige Kanai absolviert derzeit in Moskau das Abschlusstraining für den Start mit Sojus MS-07, der für den 17. Dezember 2017 geplant ist.

Der erste Japaner im All war dagegen kein ausgebildeter Astronaut, sondern ein Fernsehjournalist. Finanziert vom Fernsehsender TBS startete auch Toyohiro Akiyama mit einem Sojus-Raumschiff. Am 2. Dezember 1990 flog er mit Sojus TM-11 zur Raumstation Mir und kehrte acht Tage später mit Sojus TM-10 zur Erde zurück. Die Astronauten von Nasda und Jaxa absolvierten in den 1990er und 2000er Jahren ihre Raumflüge an Bord verschiedener Space Shuttle.

(23. November 2017, Donnerstag)

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