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  5. Konkurrenz für GPS: Beidou kann in fünf Jahren weltweit genutzt werden

27.02.2015

Konkurrenz für GPS: Beidou kann in fünf Jahren weltweit genutzt werden

Weit vorangeschritten ist der Ausbau des chinesischen Satellitennavigationssystems Beidou. Im eigenen Land liefert es flächendeckend Positionsdaten, in fünf Jahren soll es weltweit verfügbar sein. Im Hochland von Tibet entstehen zwei weitere Bodenstationen für das System.

Seit dem Jahr 2000 schickt China Satelliten für den Aufbau seines eigenen Navigationssystems Beidou ins All, um die Abhängigkeit vom amerikanischen GPS zu beenden. Inzwischen liefern 20 Satelliten ihre Signale zur Erde, mit denen ein Anwender auf der Oberfläche seine Position exakt bestimmen kann. Bereits Ende 2011 hat Beidou in China seinen Betriebsstatus erreicht, Satellitennavigation ist daher im eigenen Land auch ohne die Nutzung des amerikanischen GPS oder des russischen Glonass möglich. Vor wenigen Wochen probte die chinesische Armee bei einem Manöver erfolgreich die Nutzung der Satellitendaten.

Der Ausbau der Satellitenflotte wird kontinuierlich fortgesetzt. Im Jahr 2020 sollen 35 Satelliten dafür sorgen, dass Beidou ebenso wie GPS und Glonass weltweit Navigationsdaten liefert. Dieses Ziel verfolgt auch die Esa mit dem System Galileo, Japan und Indien arbeiten am Aufbau von Navigationssystemen, die für die Nutzung im eigenen Land bestimmt sind.

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Um die wachsende Flotte der Beidou-Satelliten zu betreiben, ist auch ein Netzwerk von Bodenstationen notwendig. In der Qinghai-Tibet-Hochebene hat China mit dem Bau von zwei zusätzlichen Bodenstationen in der nordwestlichen Provinz Qinghai begonnen, sie entstehen in der Provinzhauptstadt Xining sowie in Haidong.

(27.02.2015, Freitag)

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