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14.06.2017

Kurz vor dem Sommerbeginn steht Saturn in Opposition zur Sonne

Aktuell erleben wir in Mitteleuropa die kürzesten Nächte des Jahres, in einer Woche ist Sommersonnenwende. Gleichzeitig kann man den Saturn so lange beoabachten wie selten. Der Planet steht - von der Erde aus gesehen - am Donnerstag in Opposition zur Sonne.

Zumindest in Süddeutschland ist in diesem Jahr die erste Junihälfte nicht nur nach der Definition der Meteorologen Sommer, sondern auch in Bezug auf die Witterung - es gibt viele Tage mit klarem Himmel und milden bis sommerlichen Temperaturen. Aus astronomischer Sicht lässt der Sommer jedoch noch eine Woche auf sich warten. Am Mittwoch, 21. Juni, ist um 6.24 Uhr MESZ der Zeitpunkt der Sommersonnenwende, informiert Astronews.com. Für die Bewohner der Nordhalbkugel werden danach die Nächte wieder länger.

Gleichzeitig ist in diesen Tagen der Saturn von der Erde aus so lange wie selten zu sehen. Der Gasriese steht am Donnerstag, 15. Juni, von unserem Planeten aus betrachtet in Opposition zur Sonne, das heißt er passiert die ins Weltall verlängerte Linie zwischen Sonne und Erde. Nach Mitternacht ist Saturn daher im Süden zu sehen. Wer mit einem Fernglas einen Mond entdeckt, sieht dann Titan, den zweitgrößten Mond in unserem Sonnensystem. Außerdem sind mit optischen Hilfsmitteln die Saturnringe zu erkennen, die aufgrund der Neigung zur Umlaufbahn derzeit mehr Sonnenlicht reflektieren als sonst und dadurch breiter wirken.

Einen kleinen, von der Erde stammenden Begleiter des Saturn kann man jedoch nicht erkennen. Die Forschungssonde Cassini bestreitet gerade ihr Grand Finale . Vor 13 Jahren schwenkte sie in eine Umlaufbahn um den Planeten ein, setzte den Landeapparat Huygens auf Titan ab und erforscht seither den Saturn, seine Monde und seine Ringe. Zum Abschluss wagten die Wissenschaftler ein spektakuläres Manöver - sie steuerten Cassini in eine Bahn, die über die Pole des Saturn führt und auch das System der Saturnringe durchquert. Genau ein Vierteljahr nach der Opposition des Saturn zur Sonne, am 15. September 2017, wollen die Programmverantwortlichen der Nasa die Forschungssonde in der Atmosphäre des Gasriesen verglühen lassen.

<P><UL><LI>Wie geplant ist am Mittwoch, 14. Juni, um 11.20 Uhr MESZ das Transportraumschiff Progress MS-06 mit einer Trägerrakete Sojus-2.1A von Baikonur aus in Richtung Raumstation ISS gestartet. Dort soll es am Freitag, 16. Juni, um 13.42 Uhr MESZ am Heckstutzen des Moduls Swesda automatisch ankoppeln. Es hat mehr als 2,5 Tonnen Nachschub für die Station an Bord, darunter auch Treibstoff, Trinkwasser und komprimierten Sauerstoff für die Atemluft der Raumfahrer.</LI></UL></P>

(14. Juni 2017, Mittwoch)

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