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15.02.2015

Letzte Gelegenheit zur Beobachtung: Die ISS verfolgt das ATV

Mit dem ATV Georges Lemaître hat gestern der letzte Raumfrachter der Esa die ISS verlassen. Heute Abend kann er von Deutschland aus kurz vor seinem Verglühen beobachtet werden. Die Raumsonde Rosetta hat Tuchfühlung mit dem Kometen Tschuri aufgenommen und die erste Raketenstufe einer Falcon 9-Rakete ist ins Wasser gefallen.

Um 14.42 Uhr MEZ hat am Samstagnachmittag das ATV Georges Lemaître die Raumstation ISS verlassen. Noch bis heute Abend fliegt der fünfte und letzte europäische Raumtransporter, der für die Versorgung der ISS gebaut wurde, der Raumstation voraus. Kurz nach 19 Uhr unserer Zeit soll er über dem Südpazifik verglühen.

Zuvor kann er bei klarem Himmel in unseren Breiten noch einmal beobachtet werden. Etwa um 18.15 Uhr taucht er im Westen auf und erreicht beim Blick in Richtung Norden etwa drei bis vier Minuten später mit mehr als 50 Grad über dem Horizont den höchsten Punkt seiner Flugbahn in Richtung Osten. Das ATV hat eine mittlere Helligkeit. Es wird ab 18.19 Uhr von der Raumstation ISS quasi verfolgt, die heller als die Venus erscheint, die Station hat dieselbe Flugbahn wie das vorausfliegende ATV. Während sie im Westen am Horizont erscheint, geht der Raumfrachter im Osten gerade unter. Die ISS erreicht den höchsten Punkt ihrer Flugbahn von Augsburg aus gesehen um 18.22 Uhr MEZ.

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Beinahe auf Tuchfühlung mit dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ist die Sonde Rosetta gegangen. Sie wurde auf eine hochelliptische Bahn gebracht, der sie bis auf sechs Kilometer zur Oberfläche des Kometen brachte. Neben detailreichen Aufnahmen des Kometen, mit denen die Veränderungen infolge der steigenden Temperatur bei der Annäherung an die Sonne ermittelt werden, dient die Annäherung der Untersuchung des Kometenschweifs. In den nächsten Tagen sollen weitere nahe Vorbeiflüge folgen.

Erfolgreich hat SpaceX mit seiner Rakete Falcon 9 den Satelliten DSCOVR ins All gebracht. Ebenso erfolgreich landete diesmal die erste Raketenstufe am geplanten Ort vor der US-Ostküste - senkrecht und mit weniger als zehn Meter Abweichung von der vorgesehenen Position platschte sie ins Wasser. Wiederverwendet werden kann die Stufe damit nicht, das ist das eigentliche Ziel des Unternehmens. Ein starker Sturm im Landegebiet sorgte für mehr als zehn Meter hohe Wellen, so dass die schwimmende Landeplattform vorzeitig die Rückfahrt in einen sicheren Hafen antreten musste und die Raketenstufe im Meer versank, anstatt auf dem Schiff zu landen.

(15. Februar 2015, Sonntag)

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