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07.10.2014

Neuer Satellit Sonnenblume 8 soll Japan vor Taifunen warnen

Mit Himawari 8  - auf deutsch Sonnenblume 8 - hat Japan heute Morgen das erste Exemplar einer neuen Generation von Wettersatelliten gestartet. Er soll die Vorhersage für Ostasien und den Westpazifik verbessern.

Pünktlich zu Beginn des vierstündigen Startfensters haben heute Morgen um 7.16 Uhr MESZ auf dem japanischen Raumfahrtstartplatz Tanegashima die Triebwerke einer H-IIA-Rakete gezündet. Zwölf Minuten später hatte sie einen vorläufigen Parkorbit erreicht, nach 24 Minuten zündete das Triebwerk der Oberstufe noch einmal für knapp vier Minuten. Um 7.43 Uhr MESZ wurde schließlich Himawari 8 in einem Transferorbit für eine geostationäre Umlaufbahn ausgesetzt.

Die Japan Meteorological Agency erweitert damit ihre Beobachtungskapazität für die Wetterenwicklung in Ostasien und über dem Westpazifik. Wenn Himawari 8 nach einer ausgiebigen Testphase im Laufe des kommenden Jahres seinen Regelbetrieb aufnimmt, liefert er in 16 Frequenzbereichen von Infrarot bis ins sichtbare Licht alle zehn Minuten Aufnahmen seines gesamten Sichtfelds von Australien bis Japan. Die Meteorologen können dann die Entwicklung von Wolkensystemen beobachten und genauer als bisher Warnungen aussprechen, wenn tropische Stürme wie der Taifun Phanfone am vergangenen Wochenende auf die Küste zusteuern. Das bisherige Netzwerk der Satelliten der MTSAT-Serie liefert alle 30 Minuten einen aktuellen Gesamtüberblick der Wetterlage in der Region. Neben den Wetterphänomen wird der neue Satellit auch Vulkane und ihre heißen Staubwolken im Blick haben.

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Beim heutigen Start war Himawari 8 etwa 3,5 Tonnen schwer, knapp zwei Drittel seiner Startmasse entfielen dabei auf Treibstoff. Damit wird der acht Meter lange Satellit für einen Zeitraum von mindestens acht Jahren an einer Position bei 140 Grad Ost im geostationären Orbit postiert, falls es keine unerwarteten technischen Ausfälle gibt, wird sogar mit einer Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren gerechnet.

In den nächsten Monaten wird der neue Wetterbeobachter intensiv erprobt. Um seine Daten den Meteorologen zeitnah bereitzustellen, erzeugt die japanische Wetteragentur auch eine eigene Wolke - in einer virtuellen Cloud sollen die hochauflösenden Aufnahmen des Satelliten den Kunden zur Verfügung stehen.

Anhand der Erfahrungen während dieser Testphase wird Himawari 9 noch optimiert, er soll im Jahr 2016 ins All gebracht werden. Dann wird es im Zusammenspiel mit den MTSAT-Satelliten möglich sein, von einzelnen Regionen Japans alle 2,5 Minuten aktuelle Wetterfotos zu erhalten.

  • Heute gegen 14 Uhr MESZ soll ein Weltraumausstieg von Alexander Gerst und Reid Wiseman beginnen. Die beiden Astronauten sollen für etwa sechs Stunden Arbeiten an der Außenseite der Raumstation ISS ausführen.
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