Newsticker
10.000 Impfdosen stehen bereit: Bayern beginnt mit Impfungen für Polizisten
  1. Startseite
  2. Community
  3. Leserblogs
  4. 40plus
  5. PSLV und Sojus 2.1W starten pünktlich, Falcon 9 mit einer Stunde Verpätung

23.06.2017

PSLV und Sojus 2.1W starten pünktlich, Falcon 9 mit einer Stunde Verpätung

Gleich drei Raketenstarts haben allein am Freitag stattgefunden, ein weiterer soll am Sonntag folgen. Ob alle Satelliten die geplante Umlaufbahn erreicht haben, steht noch nicht fest. Eine Verzögerung gab es in Cape Canaveral.

Mit insgesamt 31 Satelliten ist am Freitagmorgen um 5.59 Uhr MESZ eine PSLV vom indischen Raumfahrtzentrum Sriharikota gestartet. Die Hauptnutzlast war der indische Erdbeobachtungssatellit Cartosat 2E, insgesamt 30 Kleinsatelliten stammen aus Indien und 14 weiteren Ländern. Darunter ist auch ein experimenteller Cubesat aus Deutschland.

Die zweite Rakete des Tages ist nach Angaben der russischen Luftstreitkräfte wie geplant um 20.04 Uhr MESZ vom Kosmodrom Plessezk gestartet. Eine Sojus 2.1W brachte einen militärischen Satelliten in eine Umlaufbahn, nähere Angaben zu den Bahnparametern und dem Einsatzzweck wurden nicht gemacht. Es war der dritte Einsatz der leichten Version der Sojus-Rakete, bei der die vier markanten Außenbooster der ersten Raketenstufe weggelassen werden. Beim bislang letzten Start am 6. Dezember 2015 funktionierte die zweistufige Rakete, die Oberstufe Wolga trennte sich jedoch nicht von ihrer Nutzlast Kanopus-ST, der Satellit verglühte gemeinsam mit der Raketenstufe.

Erfolgreich, wenn auch mit einer Stunde Verspätung ist in Cape Canaveral um 21.10 Uhr MESZ eine Falcon 9 mit Bulgariasat 1 gestartet. Die erste Stufe, die schon Mitte Januar bei einem Start in Vandenberg im Einsatz war, wurde nach knapp drei Minuten abgetrennt und landete etwa weitere sieben Minuten später recht hart, aber erfolgreich auf einer schwimmenden Plattform. Die zweite Raketenstufe setzte nach zwei Brennphasen ihres Merlin-Triebwerks den Kommunikationssatelliten um 21.45 Uhr MESZ in etwa 1000 Kilometer Höhe über der Ostküste von Afrika aus. Er soll dann aus eigener Kraft einen geostationären Orbit ansteuern. Grund für die Verzögerung waren zusätzliche Überprüfungen der Startanlage.

Ob alle Satelliten die vorgesehenen Orbits erreicht und ihre Systeme vollständig gestartet haben, steht erst in einigen Tagen fest.

(23. Juni 2017, Freitag)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren