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11.11.2017

Pilot missachtet Sperrzone: Raumfrachter Cygnus bleibt am Boden

Alle Systeme von Antares und Cygnus funktionierten einwandfrei, das Wetter war hervorragend - dennoch blieb das Transportschiff auf der Startrampe stehen. Ein Flugzeugpilot hatte die Sperrung des Luftraums missachtet. Am Sonntag ist ein neuer Startversuch geplant.

Der Countdown für den Start einer Trägerrakete Antares mit dem Raumfrachter Cygus OA-8 Gene Cernan lief am Samstagmittag unserer Zeit ohne Probleme ab. Die Technik von Rakete und Transportschiff funktionierten einwandfrei, es herrschten gute Wetterbedingungen für einen erfolgreichen Start. Bei der Vorstartabfrage kam zunächst auch ein "go" von den Kontrollstationen der sogenannten Range, die alle Systeme der Startrampe 0A des Raumfahrtzentrums Wallops Island und dessen Umfeld überwachen. Dieses liegt im Osten der USA an der Atlantikküste etwa 400 Kilometer südwestlich von New York und etwa 1300 Kilometer nördlich von Cape Canaveral.

Der Countdown war fast bis zum Zeitpunkt T-90 heruntergelaufen, bis zur Zündung der Triebwerke blieben also nur noch anderthalb Minuten Zeit. Dann bekam der Startdirektor von einem Mitarbeiter des Startteams der Range die Nachricht "LC, LC, we are red", berichtet Spaceflightnow - der Startversuch wurde abgebrochen. Ein Flugzeugpilot hatte die Sperrung des Luftraums missachtet, die standardmäßig rund um die Startrampe sowie in Flugrichtung der Rakete erfolgt. 

Für die Mitarbeiter von Orbital ATK, die für die Vorbereitungen und den Start der Rakete zuständig sind, wird deshalb der Sonntag erneut zum Arbeitstag, nachdem sie zunächst die Rakete gesichert und ihre Tanks geleert hatten. Der nächste Startversuch ist für Sonntag, 12. November, um 13.14 Uhr MEZ angesetzt. Vor Ort ist es dann 7.14 Uhr, der neue Countdown und das erneute Betanken der Rakete beginnen daher bereits kurz nach Mittenacht Ortszeit.

Das Raumfahrtunternehmen Orbital ATK befördert als Dienstleister für die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa mit seinen Transportschiffen des Typs Cygnus (auf deutsch Schwan) Nachschub zur Raumstation ISS. Normalerweise nutzt es dafür die eigene Trägerrakete Antares, doch nach einem Fehlstart dieser Rakete wurden beim Mitbewerber United Launch Alliance (ULA) für einzelne Starts Atlas-5-Raketen gebucht, sodass trotz des Unglücks die mit der Nasa vereinbarten Transportmengen zur ISS gebracht werden konnten.

(11. November 2017, Samstag)

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