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04.06.2015

Rosetta: Überraschende Beobachtung bei der Entstehung des Kometenschweifs

Eine Überraschung hat der Spektrograph Alice geliefert, eines der Forschungsinstrumente von Rosetta. Nicht das Sonnenlicht direkt, sondern freigesetzte Elektronen spalten im Kern des Kometen 67P "Tschuri" Moleküle auf, deren Zerfallsprodukte wie Sauerstoff und Kohlendioxid in der Koma des Himmelskörpers sichbar werden.

Bisher hatten die Wissenschaftler angenommen, dass die Photonen des Sonnenlichts das Material des Kometen beim Aufprall aufspalten. Als Ergebnis ist der für Kometen typische lange Schweif zu sehen, in dem unter anderem Wasser, Kohlendioxid und Sauerstoff nachgewiesen werden  können. Mit dem Spektrograph Alice haben Forscher der Nasa in den ersten vier Monaten nach Ankunft von Rosetta bei 67P/Tschurjumow-Gerasimenko nicht nur den Schweif untersucht, sondern auch die Prozesse beobachten können, bei denen die Gase freigesetzt werden. Dabei stellten sie fest, dass die Sonnenstrahlung nicht direkt für das Aufspalten der Moleküle im Kometenkern sorgt, sondern ein zweistufiger Prozess stattfindet. Wasser im Kometenschweif wird von Photonen der Sonnenstrahlung in seine Bestandteile aufgelöst und ionisiert. Dabei werden Elektronen freigesetzt, diese erst sorgen im zweiten Schritt auf dem Kometen für das Aufspalten von Molkülen und das Entstehen der Gase, die schließlich von der Erde aus beobachtet werden können.

Die Wissenschaftler freuen sich über den Erfolg ihrer Beobachtungen. Von der Erde aus und selbst mit dem Teleskop Hubble lassen sich solche Prozesse nicht erkennen, betonen sie, denn aus der großen Entfernung kann nur deren Ergebnis mit Hilfe der Spektrographen beobachtet werden. Dabei wird anhand des Lichtspektrums die chemische Zusammensetzung des Kometenschweifs bestimmt.

  • Die Raumstation ISS ist heute Abend von Augsburg aus etwa ab 21.28 Uhr MESZ im Südwesten zu sehen, sie fliegt südlich vorbei und verschwindet gegen 21.35 Uhr im Osten hinter dem Horizont. Zwei weitere Überflüge sind beim Blick in Richtung Norden etwa von 23.04 Uhr bis 23.11 Uhr MESZ sowie von 0.40 Uhr bis 0.47 Uhr zu beobachten. Nur für etwa drei bis vier Minuten ist sie ab 2.16 Uhr beim Anflug von Westen her zu sehen, gegen 2.20 Uhr wird die Station in den Erdschatten fliegen.

(04. Juni 2015, Donnerstag)

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