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08.02.2015

Schiffe für die Raumschiffe

Wenn heute Nacht mit einer Falcon 9-Rakete ein Satellit zur Beobachtung des Weltraumwetters startet, wartet vor der Ostküste der USA wieder eine schwimmende Landeplattform auf die Rückkehr der ersten Raketenstufe. Schiffe der Esa und von SpaceX sind in der kommenden Woche im Pazifik im Weltraumeinsatz.

Um 0.10 Uhr MEZ soll heute Nacht in Cape Canaveral eine Falcon 9 mit dem Satelliten DSCOVR starten. Da die Flugbahn in Richtung Nordosten geht, werden viele Bewohner der US-Küste in der Abenddämmerung den Start sehen können, auch die Wetterbedingungen sollen dafür gegeben sein. Für SpaceX hat der erfolgreiche Start des Satelliten, der für den amerikanischen Wetterdienst NOAA im Lagrangepunkt L1 postiert werden soll, die höchste Priorität, denn das ist die Dienstleistung, für die das junge Raumfahrtunternehmen bezahlt wird.

Doch wie beim jüngsten Start eines Dragon-Raumfrachters Mitte Januar nutzt SpaceX die Mission erneut für das Experiment, die erste Raketenstufe auf einer schwimmenden Plattform zu landen. Diese wurde bereits in den Atlantik geschleppt und mehr als 500 Kilometer nordöstlich des Startplatzes postiert. Das unbemannte Schiff mit einer Landefläche von der Größe eines Fußballfelds wird von den Bergungsmannschaften aus sicherer Entfernung gesteuert. Beim ersten Landeversuch, als der Raketenstufe die Hydraulikflüssigkeit zur Steuerung ihrer Landeflügel ausging, war die Landeplattform nur leicht beschädigt worden. Bei einem Erfolg landet die Raketenstufe keine zehn Minuten nach dem Start auf der Plattform.

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Auch auf der anderen Seite des nordamerikanischen Subkontinents bringt SpaceX ein Schiff in Position. Vor der Küste Kaliforniens wird ein Schlepper, der um eine Ladefläche mit einem Bergungskran erweitert wurde, darauf vorbereitet,  in der Nacht zum Mittwoch unserer Zeit die Landekapsel des Raumfrachters Dragon aus dem Pazifik zu bergen. Dieses Raumschiff ist derzeit die einzige Möglichkeit, das Abkoppeln von der ISS ist Dienstagabend gegen 20 Uhr MEZ geplant.

Im Auftrag der Esa hat sich von Panama aus Nos Aries auf den Weg in den Pazifik gemacht. Etwas nördlich des Äquators wird das Schiff am Mittwoch die ersten Signale des europäischen Testraumschiffs IXV empfangen, das mit einem suborbitalen Flug Rückkehrtechnologien erproben soll. Die Nos Aries ist in der Nähe des geplanten Zielgebiets für die Wasserung von IXV postiert. Mit Schnellbooten werden Taucher zum Raumschiff gebracht, die es zunächst vor dem Versinken sichern sollen, bis das Bergungsschiff Nos Aries eintrifft. Einen Tag vor dem geplanten Start lässt es zudem Wetterballons aufsteigen, um aktuelle Daten der Wind- und Wolkenbewegungen über dem Zielgebiet zu erhalten.

(08. Februar 2015, Sonntag)

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