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31.12.2017

SpaceX zieht 2017 mit China gleich - Neue Raumschiffe starten in 2018

Spitzenreiter bei der Zahl von Raketenstarts war 2017 miti 29 Weltraummissionen die USA. Allein 18 davon gehen auf das Konto von SpaceX, das damit soviel Starts abwickelte wie China. Im nächsten Jahr stehen für den Betrieb der ISS wichtige Missionen an.

Die letzte Weltraummission des Jahres 2017 war der Start einer Zenit-3F mit dem Kommunikationssatelliten Angosat 1 am zweiten Weihnachtsfeiertag. Zunächst gab es Probleme mit der Datenverbindung zur Bodenkontrolle, doch inzwischen ist der Kontakt wieder hergestellt. Nach der Statistik von Gunter's Space Page gab es damit im zu Ende gehenden Jahr 91 Missionen in den Erdorbit. Davon hat 18 Starts China durchgeführt, Russland kommt mit 20 Starts auf Platz zwei der Rangliste und die USA stehen mit 29 Starts an der Spitze.

Dabei gehen fast zwei Drittel der amerikanischen Starts auf das Konto von SpaceX, das Unternehmen hat mit 18 Flügen seiner Falcon-9 so viele Missionen abgewickelt wie China. Dabei spielt jedoch eine Rolle, dass China nach zwei Fehlschlägen im Herbst für mehrere Wochen keine Raketen startete, während der letzte Ausfall bei SpaceX, der für eine Startunterbrechung sorgte, im September 2016 zu verzeichnen war. Vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou sind elf Raketen gestartet - sechs Ariane-5, drei Vega und zwei Sojus. Damit hat Arianespace das geplante Startprogramm komplett abgewickelt, obwohl im Frühjahr der Betrieb des Zentrums aufgrund eines Generalstreiks im Überseedepartment Französisch-Guayana für einige Wochen nahezu zum Erliegen kam.

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Bereits in der ersten Woche des neuen Jahres will SpaceX wieder an den Start gehen, dann soll eine Falcon-9 für die US-Regierung den Satelliten Zuma in den Erdorbit transportieren. Ist dieser Start geheimnisumwittert, weil über die Nutzlast außer dem Namen praktisch nichts bekannt ist, wird ein anderer Start für die ersten Wochen des neuen Jahres geplanter Start von SpaceX spektakulär. Erstmals will das Unternehmen seine Schwerlastrakete Falcon-Heavy erproben. Deren Erststufe besteht aus drei Erststufen der Falcon-9, die miteinander verbunden werden, insgesamt 27 Merlin-Triebwerke sorgen dann vom Start weg für Schub. Durch den Verbund entsteht die derzeit leistungsstärkste Trägerrakete der Welt, die mehr als 60 Tonnen Nutzlast in den niedrigen Erdorbit bringen kann. Der erste Testflug soll jedoch weit hinaus ins All in eine Umlaufbahn um die Sonne führen, die Rakete muss daher sogar die Fluchtgeschwindigkeit aus der Erdbahn übertreffen. Das ist notwendig, um eines Tages Raumschiffe auf den Weg zum Mars schicken zu können.

Aus deutscher Sicht wird im Frühjahr der Flug von Alexander Gerst zur Raumstation ISS ein Höhepunkt des Weltraumjahres sein. Der Esa-Astronaut soll bei seinem zweiten Langzeitaufenthalt auch als erster deutscher Raumfahrer ISS-Komandant werden. Der Start mit Sojus MS-09 ist für den 25. April geplant. Am selben Tag beginnt in Berlin die ILA 2018 , einer der weltweit wichtigsten Branchentreffs der Luft- und Raumfahrtindustrie. Darüber hinaus ist Bremen Anfang Oktober Gastgeber für den 69. International Astronautical Congress .

Mit der Raumstation ISS in Zusammenhang stehen die Tests neuer Raumschiffe, die von amerikanischen Unternehmen entwickelt werden. Sowohl Crew Dragon von SpaceX als auch CST-100 Starliner von Boeing sollen im Jahr 2018 zunächst einen unbemannten Testflug absolvieren und im Erfolgsfall auch eine erste bemannte Testmission, bei der die Raumschiffe an der ISS andocken.

(31. Dezember 2017, Sonntag)

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