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01.12.2017

Spitzname gesucht für 2014 MU69

Vor etwa zwei Jahren erfolgten die ersten Bahnmanöver, mit denen die Raumsonde New Horizons nach der erfolgreichen Pluto-Passage in Richtung des Asteroiden 2014 MU69 gesteuert wurde. Dort soll sie in 13 Monaten ankommen. Jetzt sucht die Nasa einen Spitznamen für das Objekt im Kuipergürtel.

Erst vor drei Jahren wurde ein 25 bis 45 Kilometer großer Asteroid entdeckt, der im Kuipergürtel um die Sonne kreist. Das ist eine Region weit jenseits der Umlaufbahn des sonnenfernsten Planeten Neptun mit mehreren tausend bekannten kleinen Himmelskörpern, die vermutlich in der Anfangszeit unseres Sonnensystems entstanden sind und seither kaum verändert wurden. Der neue Asteroid erhielt der Systematik der Astronomen folgend die Bezeichnung " (486958) 2014 MU69". Dabei wäre es wohl auch geblieben, wäre er nicht als neues Ziel für die Forschungssonde New Horizons ausgewählt worden.

Im Sommer 2015 passierte New Horizons den Pluto und seine Begleiter, lieferte den Wissenschaftlern umfangreiches Datenmaterial - und zeigte sich fit für eine Verlängerung der Mission. Am 1. Januar 2019 soll die Raumsonde an 2014 MU69 vorbeifliegen und nach dem Zwergplaneten nun auch diesen Asteroiden mit ihren Forschungsinstrumenten untersuchen. Doch selbst Astronomen ist diese Bezeichnung offenbar zu sperrig, weshalb die Nasa derzeit nach einem Spitznamen für 2014 MU69 sucht. Auf der Seite New Horizons: Shedding Light on Frontier Worlds sammelt sie Ideen für die Namensgebung. Bislang sind bereits mehr als 31000 Vorschläge aus 118 Ländern eingegangen, nach einer Verlängerung der Aktion können bis Donnerstag, 7. Dezember, 6 Uhr MEZ noch weitere Spitznamen eingereicht werden.

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Eine Entscheidung über den künftigen Spitznamen des Himmelskörpers will die Nasa im Januar 2018 verkünden. Er wird dann für mindestens ein Jahr mit der verlängerten Mission von New Horizons verbunden sein. Ob das Kuiperbeltobjekt dann dauerhaft diesen Spitznamen tragen wird, entscheidet sich erst, wenn der Vorbeiflug stattgefunden und die Sonde ihre neuen Forschungsdaten zur Erde geschickt hat. Dann will die Nasa das formelle Verfahren für die Benennung von Himmelskörpern bei der International Astronomical Union (IAU) in Angriff nehmen.

(01. Dezember 2017, Freitag)

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