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25.06.2017

Studenten aus Aachen steuern ihren eigenen Satelliten Compass 2

Seit dem Start einer PSLV im indischen Sriahrikota haben Studenten der FH Aachen eine spannende Aufgabe - sie steuern Compass 2, einen selbst entwickelten Cubesat. In der ersten Phase erproben sie Solarzellen, in der zweiten Phase ein Bremssegel, mit dem künftig die Entstehung von Weltraummüll vermieden werden soll.

Neben zwei eigenen Raumsonden hat eine indische Trägerrakete PSLV am Freitag auch 29 Kleinsatelliten aus 14 Ländern in eine Erdumlaufbahn von etwa 500 Kilometer Höhe transportiert. Einer davon ist Compass 2, ein 3U-Cubesat, der an der FH Aachen gebaut wurde. Voraussichtlich etwa ein halbes Jahr soll er um die Erde kreisen, wobei die Studenten die Flugkontrolle übernehmen.

Aus drei Würfeln haben die Studenten Compass 2 zusammengesetzt, er hat bei einem Querschnitt von etwa zehn mal zehn Zentimeter eine Höhe von etwa 34 Zentimeter. Zum Vergleich - vier handelsübliche Ein-Liter-Milchkartons, die paarweise übereinander stehen, haben einen Querschnitt von etwa zwölf mal zwölf und eine Höhe von 40 Zentimeter. Im zentralen Würfel des Cubesats sind die Systeme für die Steuerung des Satelliten und die Kommunikation mit der Erde untergebracht. In den beiden äußeren Würfeln haben die Konstrukteure auf engstem Raum zwei Experimente verstaut, die erst in der Umlaufbahn entfaltet werden.

Dabei handelt es sich zunächst um Dünnschicht-Solarzellen, die über mehrere Wochen unter den Bedingungen des Weltraum erprobt werden sollen. Im zweiten Schritt wird der dritte Cubesat-Würfel ein Segel mit einer Fläche von 1,65 Quadratmeter aufspannen. Dieses dünne, leichte, beim Transport sehr kompakt verpackte Segel soll dafür sorgen, dass der Satellit innerhalb weniger Wochen stark abgebremst wird und in der Erdatmosphäre verglüht. Bewährt sich die Methode, könnten künftige Raumsonden, die in einem niedrigen Erdorbit fliegen, mit solchen Bremssegeln ausgestattet werden und nach Ende ihrer Einsatzzeit schnell zum Absturz gebracht werden. Damit ließe sich die Entstehung weiteren Weltraummülls vermeiden.

<P>Quellen:<UL><LI> Projekt Compass</LI><LI> Bericht von Abenteuer Astronomie</LI></UL></P>

(25. Juni 2017, Sonntag)

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