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12.04.2015

Team in Toulouse steuert Galileo-Satelliten zur Einsatzposition

Vor gut zwei Wochen hat eine Sojus-Rakete die nächsten beiden Galileo-Satelliten ins All gebracht. Sie hat die beiden Raumsonden rund 300 Kilometer oberhalb der Einsatzposition ausgesetzt. Doch das ist - anders als die Abweichung beim Flug vorher - kein Fehler, sondern war so beabsichtigt.

Am 27. März ist die Sojus von Kourou aus wie geplant in den Weltraum gestartet. Mit der Fregat-Oberstufe wurden die Satelliten Galileo 7 und Galileo 8 in eine kreisförmige Umlaufbahn in etwa 23500 Kilometer Höhe gebracht - etwa 300 Kilometer oberhalb des geplanten Einsatzorbits. Hatte vor einem halben Jahr eine Fregat mit den beiden Vorgängersatelliten aufgrund einer eingefrorenen Treibstoffleitung den Zielorbit um tausende Kilometer verfehlt, ist diese Abweichung jedoch beabsichtigt.

Während der sogenannten Launch and Early Operations Phase (LEOP) wurden zunächst die Solarzellen ausgeklappt, die eine kontinuierliche Energieversorgung gewährleisten. Schritt für Schritt wird die Umlaufbahn bis zum Zielorbit angepasst, die bordeigenen Triebwerke übernehmen diese Aufgabe, indem sie mehrfach für mehrere Minuten in Betrieb sind. Um die Navigationssatelliten später nutzen zu können, muss ihre Bahn zentimetergenau bekannt sein, daher ist für diese Manöver eine hohe Präzision nötig, die mit einer Raketenoberstufe kaum zu erreichen ist. Parallel zu den Bahnkorrekturen werden die einzelnen Systeme der Nutzlast aktiviert und getestet, ob sie den Start gut überstanden haben.

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Für Galileo 7 und 8 wird diese LEOP von einem Team im französischen Toulouse gesteuert. Dieses Team wechselt sich dabei mit einer Mannschaft am ESOC in Darmstadt ab, diese wird Inbetriebnahme der nächsten beiden Galileo-Satelliten übernehmen, deren Start für September geplant ist.

  • Die indische Raumfahrtagentur ISRO hat IRNSS 1D erfolgreich in einem geostationären Orbit bei 111,75 Grad östlicher Länge postiert. Derzeit laufen die Funktionstest des Satelliten, der für das nationale Navigationssystem genutzt werden soll.
  • Heute vor 54 Jahren ist Juri Gagarin an Bord von Wostok 1 als erster Mensch ins All gestartet.
  • Heute vor 34 Jahren sind John Young und Robert Crippen mit der Columbia zum ersten Flug eines Space Shuttle ins All gestartet.
  • Heute vor 30 Jahren sind sieben Astronauten - darunter fünf Neulinge - mit der Discovery ins All gestartet, für die Raumfähre war es der vierte Flug. Sie setzten zwei Satelliten aus, von denen einer jedoch zunächst nicht funktionierte, er wurde bei einer späteren Space Shuttle-Mission eingefangen, repariert und dann in Betrieb genommen. Bei der Landung gab es eine Schrecksekunde, als ein Reifen platzte.
  • Noch bis Ende April kann die Raumstation ISS von Süddeutschland an den meisten Tagen in den Abendstunden beim Überflug beobachtet werden. Heute ist sie von Augsburg aus beim Blick in Richtung Norden von 21.42 bis 21.48 Uhr MESZ sichtbar und erreicht etwa um 21.46 Uhr MESZ mit knapp 50 Grad über dem Horizont ihren höchsten Punkt auf dem Weg von Nordwesten nach Nordosten.

(12. April 2015, Sonntag)

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