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18.06.2017

Tianzhou 1 tankt Raumstation erneut auf - Start von Chinasat 9A

Erfolgreich hat der erste von China gestartete Raumfrachter Tianzhou 1 die experimentelle Raumstation Tiangong 2 aufgetankt. Diesmal dauerte die Prozedur nur zwei Tage. Noch nicht offiziell bestätigt ist der Start von Chinasat 9A.

Am Dienstag haben die chinesischen Raumschiffkonstrukteure den zweiten Testlauf für das Betanken einer Raumstation in der Umlaufbahn gestartet. Diesmal brauchte der Raumfrachter Tianzhou 1 nur zwei Tage, um die Tanks der Station Tiangong 2 wieder mit Treibstoff zu füllen, berichtet GBTimes. Beim ersten Auftanken, das Ende April kurz nach der Ankunft des Transportschiffs stattfand, hatte die Prozedur noch fünf Tage gedauert. Diese wurde in 29 Teilschritten abgearbeitet, um bei möglicherweise auftretenden Problemen reagieren zu können. Für China ist die Mission von Tianzhou 1 der erste Probelauf, um die künftige modulare Raumstation mit Treibstoff und anderen flüssigen Betriebsmitteln zu versorgen. Deren Basismodul Tianhe ist bereits fertiggestellt und wird derzeit getestet. Der Start soll voraussichtlich 2018 oder 2019 erfolgen.

In den kommenden Wochen soll Tianzhou 1 von der kleinen experimentellen Raumstation ablegen und zwei weitere Kopplungsmanöver durchführen. Dabei soll zunächst eine Kopplung am anderen Ende der Station erfolgen. Bei einem zweiten Anflugmanöver wird die Annäherung eines Raumschiffs simuliert, das nach nur vier Erdorbits etwa sechs Stunden nach dem Start die Raumstation erreicht. Bei den Flügen der Raumschiffe Shenzhou wie auch des Raumfrachters Tianzhou 1 zu den Stationen Tiangong 1 und Tiangong 2 dauerte der Anflug zwei Tage.

Für den frühen Sonntagabend unserer Zeit war der Start des Kommunikationssatelliten Zhongxing 9A angekündigt. Nach einem Bericht von NasaSpaceflight.com ist eine Rakete Langer Marsch 3B am Sonntag um 18.08 Uhr MESZ vom Kosmodrom Xichang mit Zhongxing 9A, englische Bezeichnung Chinasat 9A, gestartet. Der beim Start mehr als fünf Tonnen schwere Kommunikationssatellit soll in einem geostationären Orbit bei 101,4 Grad östlicher Länge stationiert werden. Von dort versorgt er über einen Zeitraum von 15 Jahren China mit Rundfunk- und Fernsehprogrammen sowie digitalen Breitbanddiensten.

Eine offizielle Bestätigung für den Start von Zhongxing 9A erfolgte bis Sonntagabend (Stand: 21.45 Uhr MESZ) noch nicht. Meist informiert China über durchgeführte Raketenstarts erst nach dem erfolgreichen Aussetzen der Nutzlast in der Umlaufbahn. Bei einer Mission in einen geostationären Transferorbit kann es mehrere Stunden dauern, bis die Oberstufe nach mehreren Bahnmanövern den Satelliten aussetzt. So dauerte es zum Beispiel vor zehn Tagen beim Start einer russischen Proton-M mit Echostar 21 mehr als neun Stunden, bis die Oberstufe Bris-M die Nutzlast absetzte.

(18. Juni 2017, Sonntag)

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