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16.04.2014

Vorbereitung für einen ungeplanten Weltraumausstieg

Die Raumfahrer auf der ISS haben zusätzlich zu ihrem planmäßigen Programm eine weitere Aufgabe erhalten. Sie bereiten erneut einen Weltraumausstieg vor, der ursprünglich nicht vorgesehen war.

Bereits in der Weihnachtszeit musste Rick Mastracchio zwei Mal für Reparaturarbeiten die Raumstation ISS verlassen. Er musste sich mit Mike Hopkins als Klempner betätigen, damals war eine Pumpe des Kühlsystems der Station ausgefallen. Nun bereitet er sich schon wieder auf einen Außeneinsatz vor, diesmal gilt es, einen Computer zu reparieren.

Auf der Raumstation kann man anders als auf der Erde nicht mal eben eine Jacke überziehen und nach draußen gehen. Ein Weltraumausstieg, auf englisch extra-vehicular activity bzw. EVA, muss gut vorbereitet sein. Deshalb arbeiten Mastracchio und Steve Swanson derzeit an der Überprüfung der Raumanzüge und üben die Handgriffe, die sie im freien Weltraum zu erledigen haben. Außerdem packen sie das erforderliche Werkzeug zusammen.

Im Laufe der nächsten Woche werden die beiden Astronauten dann mit einem Computermodul die Raumstation verlassen. Sie ersetzen am Fuß einer tragenden Gitterstruktur einen Backup-Rechner, mit dem bei Bedarf verschiedene Geräte an der Außenseite der Station gesteuert werden. Dazu zählen einer der Roboterarme, ein mobiler Arbeitswagen, eine Solarzellenanlage, der Kühlkreislauf und die Überwachungstechnik des Gittersegments selbst. Auf der Erde arbeiten die Ingenieure noch an der Detailplanung des Weltraumausstiegs, der vorraussichtlich zweieinhalb Stunden dauern soll.

Unterdessen gehen die planmäßigen Arbeiten auf der ISS weiter. Kommandant Koichi Wakata machte sich auf die Suche, welcher Standort in der Station für ein neues Experiment am besten geeignet ist, das an Bord des Raumfrachters Dragon zur ISS fliegen soll. Dabei handelt es sich um ein Gewächshaus, in dem Sämlinge austreiben und im günstigsten Fall die Raumfahrer mit frischem Salat versorgen sollen. Dazu wird eine Position benötigt, in der ausreichend viel Umgebungslicht vorhanden ist.

Zu den Aufgaben im russischen Teil der Station gehören Arbeiten am Raumfrachter Progress M-21M. Am nächsten Mittwoch soll er vom Modul Swesda abkoppeln und dann die ISS in sicherer Entfernung begleiten. Die Ingenieure wollen während dieses Parallelflugs Aktualisierungen des automatischen Steuerungs- und Kopplungssystems Kurs testen, anschließend kehrt die Progress am Freitag wieder an die Anlegestelle zurück.

  • Auf dem Weltraumbahnhof Baikonur sind die Vorbereitungen für den nächsten Start einer Sojus-Rakete weitgehend abgeschlossen. Heute Abend um 18.20 Uhr MESZ soll damit für Ägypten der Beobachtungssatellit EgyptSat 2 in eine Umlaufbahn gebracht werden.
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