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17.06.2017

Zwei Galileo-Satelliten nehmen ihren Regelbetrieb auf

Gut ein halbes Jahr nach ihrem Start haben Anfang Juni zwei Galileo-Satelliten ihren Regelbetrieb aufgenommen. Damit besteht das europäische Satellitennavigationssystem aus 16 aktiven Raumsonden. Zwei weitere befinden sich in der Phase des In-Orbit-Tests.

Es war vor sieben Monaten der erste von derzeit drei geplanten Starts, bei denen eine Trägerrakete jeweils vier Satelliten auf einmal für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo transportiert. Die Ariane-5 startete am 17. November 2016 von Kourou aus mit Galileo 15 bis 18. Kurz nach dem Start übernahm das Satellitenkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen die Steuerung der Satelliten.

In der frühen Flugphase geht es zunächst darum, die Systeme für Energieversorgung, Lagekontrolle und Kommunikation zu starten. Zudem übernahm die Bodenkontrolle die Aufgabe, die Raumfahrzeuge in den geplanten Einsatzorbit zu steuern, von der Rakete wurden sie wie vorgesehen zunächst 300 Kilometer ausgesetzt. Schließlich wurden die einzelnen Nutzlasten eingeschaltet, die im Regelbetrieb unter anderem hochexakte Zeitsignale zur Erde schicken und als Bestandteil des internationalen Rettungssystems Cospas-Sarsat auch die Signale von Notrufbaken aufnehmen und den Standort des Absenders ermitteln.

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Nach dem Einschalten der Satelliten erfolgte in den vergangenen Wochen bei zunächst zwei der vier gestarteten Sonden ein umfangreicher In-Orbit-Test. Diesen führt überwiegend die Esa-Bodenstation in Redu in Belgien aus. Dort sind spezialisierte Funkantennen installiert, mit denen die Signale zu und von den Satelliten mit höchster Präzision vermessen werden. Um Nutzern auf der Erde eine präzise Ortsbestimmung zu ermöglichen, müssen die von Atomuhren ausgesendeten Zeitsignale eine Genauigkeit im Bereich von Milliardstelsekunden haben.

Am 8. Juni 2017 haben Galileo 15 und Galileo 16 den Regelbetrieb aufgenommen. In den nächsten Wochen werden auch Galileo 17 und Galileo 18 ihren In-Orbit-Test abschließen und die nutzbare Flotte auf 18 erhöhen. In diesem Jahr und im Jahr 2018 sollen zwei weitere Starts von Ariane-5-Raketen mit jeweils vier Raumsonden erfolgen, außerdem sollen ebenfalls von Kourou aus zwei Sojus-Raketen je zwei Galileo-Satelliten ins All bringen. Im Endausbau umfasst das europäische Navigationssystem, das im Gegensatz zu GPS, Glonass und Beidou nicht vom Militär betrieben wird, einmal 30 Raumsonden.

(17. Juni 2016, Samstag)

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