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14.06.2015

Zweiter Sentinel-Satellit ist auf dem Weg zu seiner Rakete

In etwas mehr als einer Woche soll der zweite Sentinel-Satellit in eine polare Umlaufbahn starten. Am Freitag wurde er zu seiner Startrakete gefahren. Mit der Vega kommt die kleinste Rakete zum Einsatz, die derzeit von Kourou aus starten.

Zwei Sentinel-Satelliten sollen paarweise von polaren Umlaufbahnen die Erde beobachten. Sentinel 2A und Sentinel 2B werden dazu mit optischen Kameras ausgestattet, sie werden um 180 Grad versetzt auf Kreisbahnen fliegen. Ende Februar wurde Sentinel 2A von München zum Esa-Kosmosdrom in Kourou gebracht und in den vergangenen Wochen letzten Tests unterzogen. Anschließend wurde die Raumsonde unter der Nutzlastverkleidung verstaut, die beim Start vor der Erdatmosphäre schützt.

Am Freitag setzten die Techniker den Satelliten mit einem Kran auf einen Lastwagen, mit dem er zur Endmontagehalle der Vega-Rakete gefahren wurde. Dort wird er auf die Trägerrakete aufgesetzt, die aus drei Feststoffboostern sowie einer vierten Stufe mit einem Flüssigkeitstriebwerk besteht, das mehrfach gezündet werden kann. Derzeit können von Kourou aus mit Vega, Sojus und der Ariane 5 drei verschiedene Raketentypen starten. Für den etwa 1,2 Tonnen wiegenden Sentinel 2a reicht die kleinste dieser Raketen aus, die Vega kann bis zu 2,5 Tonnen Nutzlast in einen erdnahen Orbit transportieren.

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Sentinel 2A soll am 23. Juni um 3.52 Uhr MESZ starten. Er soll in eine annähernd kreisförmige Umlaufbahn in knapp 790 Kilometer Höhe gebracht werden, die den Erdbeobachtungssatelliten über beide Pole führt. Da sich die Erde ständig dreht, wird der Satellit mit der Zeit regelmäßig die gesamte Erdoberfläche fotografieren können.

Der Schwestersatellit Sentinel 2B soll Anfang des kommenden Jahres mit einer russischen Rokot-Rakete starten. Sentinel 1A, die erste Sonde des Sentinel-Programms, startete im April vergangenen Jahres mit einer Sojus-Rakete ebenfalls von Kourou aus.

Heute Abend ist die Raumstation ISS von weiten Deutschlands aus für einige Minuten beim Blick in Richtung Süden zu sehen. Für Beobachter im Raum Augsburg taucht sie gegen 22.13 Uhr im Nordwesten über dem Horizont auf und fliegt dann in Richtung Südosten. Gegen 22.16 Uhr erreicht sie dabei in Südsüdwest den höchsten Punkt ihrer Flugbahn, gegen 22.20 Uhr MESZ verschwindet sie hinter dem Horizont.

(14. Juni 2015, Sonntag)

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