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16.02.2015

Rückpass: Alle schauen auf die FCA-Fans!

 

„Wiedergutmachung“ im Europa-Endspiel gegen Leverkusen? – Bayerns schwierige Aufgabe 

Hallo Fußball-Freunde, 

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es ist das Spiel eins nach der „Baier-Anklage“. Vor einer Woche hatte sich Augsburgs Mittelfeldstar über die mangelnde Unterstützung von den Rängen beschwert. Er erntete vielfach Zustimmung, aber allzu hoch wollte niemand die Kritik hängen, niemand wollte, dass die Fans verärgert reagieren. Aber wie sie reagieren, das wird sich am kommenden Samstag zeigen. Endlich wieder ein „normaler“ Spielbeginn, gegen Gast Bayer Leverkusen, zwei Punkte zurück auf Rang sechs, ist es ein „Endspiel“ um einen Platz für Europa. Alle schauen also auf die FCA-Fans: Ist das Stadion ausverkauft? Wie ist die Stimmung? 

Leverkusen ist ein attraktiver Gegner, im Kampf um einen Platz in der Spitzengruppe kann der FCA einen Kontrahenten auf Abstand halten – wenn das Stadion am Samstag nicht ausverkauft ist, wann dann? Die Unterstützung braucht die Mannschaft, die bekanntlich mit Verletzungsproblemen auf dem Zahnfleisch daherkommt. Eine Woche lang bleibt allerdings Zeit, um die vielen Blessuren zu pflegen. Eine Woche bleibt Zeit, um das schwache Spiel in Bremen vergessen zu machen. Es kann gegen Leverkusen nur besser werden, der FCA will das zeigen, die Zuschauer müssen nur kommen. Lassen wir uns überraschen. 

Am Faschingswochenende spielte die Bundesliga gerade richtig zum Ausklang der „fünften Jahreszeit“ ein bisschen verrückt. Der VfB kann nicht mehr gewinnen, die Hertha erlebte auch mit einem neuen Trainer einen Rückfall in alte Zeiten mit einer schmerzhaften Niederlage gegen Freiburg. Stuttgart und Berlin jetzt auf einem Abstiegsplatz. Dort hatten alle Neuling Paderborn erwartet, aber nein, der Aufsteiger kratzte, biss und siegte in Hannover und hat die 96er mit in den Abstiegskampf gerissen. Das 4:2 von Dortmund gegen Mainz hatte konträre Auswirkungen: Dortmund atmet auf, Mainz zittert – aber beide sind punktgleich! 

Apropos Dortmund. Jetzt geht es wieder auf Europas Bühnen los, Champions League und Europa League sind zurück. Die Borussen haben allerdings noch eine Woche Zeit, ehe sie sich Juventus Turin stellen müssen. Das Achtelfinale in der Champions League (CL) wird mit zwei Partien pro Spieltag auf acht Spieltage gestreckt. Aber alle fragen sich, was die CL noch für Dortmund bedeutet: Belastung, die negative Auswirkungen auf den Abstiegskampf haben kann? Oder Freude, die auch für Schwung in der Bundesliga sorgt? Es hat aber zumindest den Anschein, dass sich die Klopp-Schützlinge wieder in der Spur befinden auf dem Weg zu alter Leistungsstärke. Ein Abstiegskandidat werden sie bald nicht mehr sein. 

Die Bayern müssen als erster Bundesligist in der Champions League ran, am Dienstag bei Schachtar Donezk (Rückspiel 11. März). Ein pikantes Spiel für den Meister in der vom Krieg gebeutelten Ukraine. In Donezk selbst kann wegen der Kriegswirren natürlich nicht gespielt werden, das Stadion ist zerstört. Die Mannschaft trainiert in Kiew (Vorbereitung in Brasilien!) und spielt in Lwiw (Lemberg) 1000 Kilometer entfernt. Donezk sollte man nicht unterschätzen, eine spiel- und konterstarke Mannschaft, die mit dem Brasilianer Luiz Adriano den CL-Torjäger (nicht Cristiano Ronaldo!) in ihren Reihen hat. 

Mit dem ganzen Umfeld ist es eine schwierige Aufgabe für die Bayern, bei denen die Verantwortlichen schon mal (richtigerweise) deutlich gemacht haben, dass sie zur politischen Situation nichts sagen werden, es gehe für die Bayern nur um den Sport. Aber auch um Wohltätigkeit. Die Münchner unterstützen ein Krankenhaus in Lwiw, damit kranke Kinder behandelt und operiert werden können. Ihnen ist auch nicht nach der üblichen CL-Partie nach dem Spiel zumute, die Bayern fliegen sofort wieder zurück. Der Torreigen beim 8:0 gegen den HSV lässt hoffen, dass auch ein Sieg im Gepäck sein könnte. 

Von einem Sieg kann Schalke 04 am Mittwoch (Rückspiel 10. März) wohl nur träumen. Das Los mit Real Madrid als Gegner löste damals nur ein großes Seufzen aus. 1:6 und 1:3 hieß es vor einem Jahr, als sich Real die deutschen Klubs als Opfer auf dem Weg zum Titelgewinn ausgesucht hatte. Eine Art Wiedergutmachung wären für Schalke schon knappe Niederlagen… 

Wie interessiert schaut nun Augsburg auf die Begegnungen auf Europas Bühnen? Heißt es, „Mensch, da wären wir auch gern dabei“ oder heißt es eher, „was soll Europa, wichtiger ist die Bundesliga“? Ein Ausflug nach Europa wäre aber eine großartige Imagesteigerung für den FCA und die Stadt Augsburg. Also: Nun siegt mal schön… - zunächst gegen Leverkusen.

Zur Champions League gelesen unter www.Sport-Grantler.com mit dem Thema "Now it's Champions-League-Time".

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