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30.10.2017

Rückpass: Bayern ist oben, FCA geht nach oben!

Augsburgs bester Start aller Zeiten – Heynckes brachte das Glück zurück

Hallo Fußball-Freunde,   wieder einmal hat der FC Augsburg einen Trainer „abgeschossen“. Nach der 0:3-Klatsche gegen den FCA musste Alexander Nouri in Bremen gehen. Insgesamt 13 erfolglose Bundesliga-Partien hintereinander, in der laufenden Saison nach zehn Spieltagen noch sieglos und mit kümmerlichen fünf Pünktchen Vorletzter, dazu eine seelenlose, desolate Vorstellung – da blieb den Verantwortlichen von Werder keine andere Wahl. Den Augsburgern kann es egal sein, sie nutzten die Gunst der Stunde und rundeten die bisher schon gute Saison mit dem besten Start aller Zeiten ab. Nach zehn Spieltagen 15 Punkten, das sieht ganz anders aus als in Bremen. Da bietet sich ein Vergleich mit den Bayern an: Die sind nach zehn Spieltagen erstmals in dieser Saison ganz oben, der FCA geht nach oben!

Nun träumt in Augsburg niemand von der Tabellenspitze, aber Rang neun kann sich sehen lassen. Hätte man gegen Hannover nicht leichtfertig den Heimsieg verspielt, stünde der FCA auf Rang vier – ein Champions-League-Platz! Aber auch so: Der Abstand zu Europa (zwei Zähler) ist wesentlich geringer als der nach unten (acht Punkte zur Relegation). In Augsburg gibt es keinen heißen Herbst.

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Ein Blick zurück lohnt sich. Schon zweimal war der FCA seit dem Aufstieg 2011 nach zehn Spieltagen Tabellenletzter: 2012 in der zweiten Saison mit gerade mal sechs Punkten und 2015 mit fünf Zählern (hinter Hoffenheim/8!). Wir wissen: Der Klassenerhalt gelang immer. Den bisher besten Start gab es 2014, da war der FCA mit 12 Punkten Zehnter, am Ende der Saison landete er in der Europa League! Also, auf geht’s, der Weg soll weiter nach oben gehen.

Die Ereignisse wiederholen sich. Wie gegen Hannover vor einer Woche trifft der FCA am Samstag mit Bayer Leverkusen auf einen Gegner, mit dem er punktgleich ist und der wieder die Richtung bestimmen kann. Wenn der FCA diesmal nämlich wirklich gewinnt, dann mischt er in den nächsten Wochen mit im Kampf um die Europa League. Ansonsten macht sich Leverkusen auf den Weg nach oben. Vorsicht: Die Bayer-Cracks schwimmen auf einer Erfolgswelle und zeigen eine erstaunliche Nehmer-Qualität, zuletzt drehten sie die Spiele gerne nach der Halbzeit. Da war doch was? Da wird sich doch Hannover nicht wiederholen?

Vergessen sollten wir den Blick nach unten nicht, heißt, der FCA muss noch einige Pünktchen sammeln, um das erste Ziel, den Klassenerhalt, frühzeitig zu erreichen. Gut, 15 Punkte nach zehn Spielen, fast ein Drittel der Saison, lassen eine Hochrechnung auf 45 Punkte am Ende zu, ein Platz im Mittelfeld. Ein Leistungsloch ist da nicht vorgesehen. Also gilt es in den restlichen Spielen der Vorrunde noch zu punkten, der FCA trifft u. a. noch auf drei Mannschaften, die im Abstiegskampf stecken, nämlich Wolfsburg, Mainz und Freiburg. Doppelte Chancen, um  für Ruhe zu sorgen!

Historisch zugewiesener Platz

Ruhe gibt es bei den Bayern nie, ein Schlagerspiel jagt das andere. Aber jetzt ist das erste Ziel erreicht, endlich grüßt der Titelverteidiger von seinem ihm fast schon historisch zugewiesenen Platz – von der Spitze. Es scheint, als hätte die Verpflichtung von Jupp Heynckes Borussia Dortmund geschockt und in die Krise gestürzt. Die Borussia verspielte ihren Fünf-Punkte-Vorsprung. Mit Heynckes kam das vielzitierte Bayern-Dusel zurück, Entscheidungen der Schiedsrichter und Tore fallen für die Bayern. Nur das Glück bei den Auslosungen ist abhanden gekommen. Im Vorjahr war in der Champions League gegen Real Madrid Endstation, in diesem Jahr folgt im DFB-Pokal eine schweres Los dem anderen, nach RB Leipzig nun Borussia Dortmund, quasi als Weihnachtsgeschenk. Im Vorjahr schieden die Bayern gegen Dortmund bekanntlich aus, doch diesmal ist ja Jupp Heynckes da.

Die Generalprobe gibt es am Samstag in der Bundesliga. Hausherr Dortmund wartet seit drei Spielen auf einen Sieg, die Bayern warten auf verletzte Stürmer und müssen irgendwie die Durststrecke überstehen. Torjäger Robert Lewandowski soll seine Oberschenkelblessur auskurieren und wird am Dienstag in Glasgow geschont, damit er am Samstag den Kampf gegen Aubameyang (beide zehn Treffer) aufnehmen kann. Der Dortmunder Torjäger scheint sich wie das Team eine Krise zu nehmen. Muss ja nicht gerade gegen München enden. Andererseits hofft die Bundesliga darauf, wo man doch gerade über eine neue Spannung an der Spitze gejubelt hat. Bis halt Jupp Heynckes kam und das Glück zurückbrachte.

Vor der Pflicht Bundesliga muss die Kür Champions League bewältigt werden. Das gilt für die Bayern ebenso wie für Dortmund (und Leipzig). Die Bayern ersetzen bei Celtic Glasgow Lewandowski zumindest im Aufgebot durch Nachwuchsstürmer Manuel Wintzheimer, Torjäger der U19 mit 15 Treffern in elf Spielen und im Sommer schon bei den Profis dabei. Die Bayern müssen am Dienstag gewinnen, um die Chance auf den Gruppensieg zu wahren, auf jeden Fall aber den direkten Vergleich mit Celtic für sich entscheiden (Hinspiel 3:0), um Platz zwei und das Weiterkommen zu sichern.

Dortmund wiederum spielt am Mittwoch gegen Nikosia schon um die letzte Chance, um in der Champions League bleiben zu können. Besser sieht es dagegen sogar für RB Leipzig beim FC Porto aus, allerdings eine schwere Aufgabe trotz des 3:2-Hinspielsieges. Überhaupt geht es für die Bundesliga-Klubs im internationalen Geschäft weiterhin um Wiedergutmachung, die Bundesliga liegt gegenüber der Konkurrenz zurück. Da sollten vor allem in der Europa League am Donnerstag Köln gegen Bate Baryssau, und Hertha BSC gegen Luhansk endlich etwas beitragen. Hoffenheim hat beim Erdogan-Klub Basaksehir Istanbul eine besondere Prüfung, sollten die Kraichgauer führen, geht notfalls wohl das Licht im Stadion aus… Aber Niederlagen hatten wir schon genug.

Fast am Rande: Der Videobeweis bleibt im Gespräch. Leipzig hätte ihn im Pokal gegen die Bayern gerne gehabt, Freiburg verteufelt ihn, nach einer umstrittenen Hand-Entscheidung. Die Frage „Hand oder nicht Hand“ bleibt wohl ein ewiges Rätsel und lässt sich auch über den Videobeweis nicht endgültig klären. Den Spielern die Arme auf dem Rücken festbinden ist ja auch keine Lösung… (viele gehen schon mit den Armen am Rücken in den Zweikampf).

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